ROUNDUP: Springer und United Internet gehen bei gesponserten Links zusammen

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Während United Internet die Übernahme von Drillisch voran treibt, ordnet das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich des Affiliate-Marketing-Geschäfts neu. Verkäufer des 47,5-prozentigen Anteils ist der Schweizer Telekomkonzern Swisscom.

In einem weiteren Schritt bringt dann United Internet ihr Geschäft mit gesponserten Links (Affiliate-Marketing) in die Awin AG ein und erhält dafür 20 Prozent der Anteile. Dafür übernimmt Springer zuerst die Tochter Awin AG, an der sie aktuell bereits 52,5 Prozent hält, komplett.

Noch steht der Zusammenschluss unter dem Vorbehalt, dass die Kartellbehörden zustimmen.

Beide Unternehmen verdienen ihr Geld mit der Vermarktung von bezahlten Links, die beispielsweise auf Blogs eingebettet werden und zu Produkt-Seiten von Online-Shops weiterleiten. Im vergangenen Jahr setzte affilinet 150,7 Millionen Euro um und erzielte einen operativen Gewinn auf EBITDA-Basis von 4,9 Millionen Euro, während AWIN auf 567,4 Millionen Euro Umsatz und 25,5 Millionen Euro EBITDA kam.

Awin betreibt als europäischer Marktführer derzeit 15 Standorte mit 900 Mitarbeitern. Zusammen haben die Unternehmen den Angaben zufolge 2016 einen Umsatz von rund 718 Millionen Euro gemacht und vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gut 30 Millionen Euro verdient. Dabei sollen etwa Werbe-Links im Umfeld von sogenannten Multiplikatoren in sozialen Netzwerken - zum Beispiel Youtube-Stars mit vielen Abonnenten - platziert werden.

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