Hanfmann zieht ins Finale ein

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Yannick Hanfmann (Karlsruhe) hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Finale bei einem ATP-Turnier erreicht. Auch in seinem vierten Hauptrundenmatch musste er über die volle Distanz von drei Sätzen gehen - und rang den Vorjahresfinalisten Haase nieder.

Bei der Siegerehrung überwältigten ihn die Emotionen, mit von Tränen erstickter Stimme dankte Hanfmann seinem Vater und seinem Team um Trainer Lars Uebel. "Es ist einzigartig, hier zu spielen". Der Reihe nach besiegte er den Argentinier Facundo Bagnis (am Montag), den Vorjahressieger Feliciano Lopez aus Spanien (am Donnerstag), den als Nummer 8 gesetzten Portugiesen João Sousa (Freitag) und im Halbfinal Haase. Zwar gestaltete er die Partie nach schwachem Start ausgeglichener, verlor jedoch bei 5:5 im zweiten Satz seinen Aufschlag und wenig später nach insgesamt 1:33 Stunden das Match. Dank seiner ersten Erfolge auf der ATP-Tour in München (Viertelfinale), Stuttgart (Achtelfinale) und nun beim Sandplatzturnier in Gstaad nimmt er sogar die Top 100 ins Visier.

Hanfmann hat vier Jahre lang an der University of Southern California mit einem 90-Prozent-Stipendium gespielt.

Über seine Schwergehörigkeit scherzt er gerne. Letzter deutscher Sieger bei dem Turnier in der Schweiz, das in diesem Jahr mit 482 060 Dollar dotiert ist, war Carl-Uwe Steeb 1989.

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