Fußball-Frauen beschwören bei EM Ende der Torkrise

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Während Spieler und Zuschauer im Het Kasteel in Rotterdam auf eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Absage warteten, wollte Bundestrainerin Steffi Jones noch einmal die Bespielbarkeit des Rasens testen.

Zuvor hatte Gastgeber Niederlande mit 2:0 (1:0)-Sieg in Doetinchem den Olympia-Zweiten Schweden aus dem Turnier geworfen. "Aggressivität und Geschwindigkeit sind gefragt", forderte Jones, die auch auf ein Erstarken von Spielmacherin Dzsenifer Marozsan hofft.

Trotz des großen Frustes gab sich Jones auch selbstkritisch, zumal man die EM-Titelambitionen im Vorfeld offen kommuniziert hatte. Bereits in der dritten Minute ging der Favorit durch Isabel Kerschowski in Führung - auch begünstigt durch einen Fehler von Dänemarks Torhüterin Lykke Petersen. "Es ist bitter, wie dieses Aus zustande kommt: Wenn man seit Wochen den Rhythmus hat und dann hier um 11 Uhr raus muss zum Warmmachen, das ist eine ziemliche Katastrophe".

Wassermassen im Stadion in Rotterdam waren der Grund für die Absage des EM-Viertelfinales der deutschen Fußball-Frauen gegen Dänemark. Erstmals bei dieser EM rückte Mittelfeldspielerin Linda Dallmann neben Anja Mittag in die Sturmspitze. Eigentlich sollte die Partie schon am Samstagabend stattfinden, doch die starken Regenfälle ließen eine Austragung nicht zu. Deutschland ist im EM-Viertelfinale gegen Dänemark überraschend gescheitert. Das Spiel musste die DFB-Elf ohne die Potsdamerin Svenja Huth bestreiten - und mit 15 Stunden Verspätung.

Das frühe EM-Aus seiner Frauen-Nationalmannschaft ist auch für den Deutschen Fußball-Bund ein historisches schwaches Ergebnis. Vier Tore, drei davon durch Strafstöße, ein Treffer nach einem Freistoß mit anschließendem Torwartfehler - so dürftig fällt die bisherige Offensivbilanz des deutschen Teams aus. Ein Riesen-Patzer - der Deutschland in Führung bringt (3.).

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