Vettel holt Pole in Budapest

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Ein Frage-und-Antwort-Spiel vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky). Sehr viel besser lief es für Ferrari: Vettel sicherte sich mit 1:16276 min die Pole vor seinem Teamkollegen Räikkönen, dem am Ende 0,168 sec auf die Pole-Zeit fehlten.

Während Ricciardo, der 2014 bereits in Ungarn siegte, in dieser Saison erstmals in seiner Session an der Spitze steht, hatte Vettel etwas mehr als eine Sekunde Rückstand auf seinen ehemaligen Stallrivalen. "Es wurde zu viel geredet nach dem letzten Rennen", erklärte Vettel nach seinem Ausfall in Großbritannien.

Pole Position hätte Lewis Hamilton mit Rekordhalter Michael Schumacher gleichziehen können. Der Red-Bull-Pilot fuhr am Freitag Bestzeit.

Viel schneller als der große WM-Konkurrent fand die Scuderia das richtige Setup bei mehr als 50 Grad Asphalttemperatur. "Wir sind einfach das bessere Team", verkündet Aufholjäger Hamilton mit frischem Selbstbewusstsein, nachdem er zuletzt beim Heimsieg in Silverstone in einer eigenen Liga fuhr. "Es ist nicht die Zeit, auf Papiere zu schauen", betont Vettel, dessen Dreijahreskontrakt bei Ferrari am Saisonende ausläuft.

Erst hinter den Roten reihten sich die Silberpfeile ein: Räikkönens finnischer Landsmann Valtteri Bottas wurde Dritter vor Hamilton, der durchgehend Probleme mit seinem Boliden hatte. Die 19 Kilometer von Budapest entfernte Strecke ist auch eine kleine Berg- und Talfahrt: Es gibt Anstiege von über sechs Prozent und einmal auch ein Gefälle von sieben Prozent. Verantwortlich dafür war Antonio Giovinazzi, der in der ersten Trainingseinheit als Testfahrer ein weiteres Mal im Team Haas anstelle des Dänen Kevin Magnussen zum Einsatz kam.

BUDAPEST HUNGARY- JULY 29 Max Verstappen of Netherlands and Red Bull Racing prepares to drive during final practice for the Formula One Grand Prix of Hungary at Hungaroring
Objekt der Begierde Motorsport Talent Max Verstappen

"Man muss Ferrari gratulieren", sagt Niki Lauda gegenüber "RTL", "sie sind hier absolut die Schnellsten". Hamilton ist auf dem Hungaroring mit fünf Erfolgen Rekordsieger. "Man kann hier nicht überholen, also wird es wahrscheinlich ein Zug, außer wir können über die Strategie etwas machen", meinte er. 2009 triumphierte er vom vierten Startplatz aus.

Mercedes in der 2., Red Bull in der 3. Sollten die beiden nur durch einen Zähler getrennten Spitzenfahrer am Sonntag in Ungarn punktlos bleiben, könnte der Finne mit einem Sieg sogar als WM-Führender in die Sommerpause gehen.

Die Geschichte des Tages schrieb Paul di Resta. Der 31-Jährige ersetzte kurzfristig den Williams-Piloten Felipe Massa, der wegen einer Erkrankung nach dem Abschlusstraining passen musste.

Di Resta, der zum ersten Mal mit einem 1,6-Liter-V6-Hybridmotor im Heck ausrückte, musste sich mit dem letzten Platz begnügen.

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