Zwei Bundeswehrsoldaten bei Hubschrauberabsturz in Mali getötet | Aktuell Welt | DW

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Berlin. Der UN-Einsatz in Mali gilt als gefährlichster Einsatz der Bundeswehr. Sie hatte in ihrer Amtszeit immer wieder die Bedeutung guter Ausrüstung der Soldaten im Einsatz betont. Es gebe keinen Hinweis, dass auf den Hubschrauber "geschossen" worden sei. Der Tod der Soldaten zeige "ein weiteres Mal, wie viel unsere Männer und Frauen im Einsatz zu geben bereit sind". Inzwischen haben wir die traurige Gewissheit, dass zwei Soldaten der Bundeswehr im Dienst für unser Land ihr Leben gegeben haben.

Aktuell sollen keine Hubschrauber fliegen und auch dann nur in die Luft gehen, wenn Leib und Leben von Soldaten in Gefahr sei, sagte Bauersachs auf der Pressekonferenz. Sie sprach den Hinterbliebenen und Kameraden auch im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihr "tiefes Mitgefühl" aus. Demnach können sich bis zu 1000 deutsche Soldaten an "Minusma" beteiligen. Die Untersuchungen hätten gerade erst begonnen. Die Truppe ist in der ehemaligen Rebellenhochburg Gao stationiert. Technisches Versagen kommt in Frage - aber auch menschliche Überforderung oder ein Abschuss. Zugleich dankte Guterres Deutschland bei dem Treffen mit Heusgen am Mittwoch in New York für sein Engagement in den Friedensmissionen der Vereinten Nationen.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände Terroristen und Rebellengruppen gefallen, sie konnten aber nach einer Intervention französischer Streitkräfte zurückgedrängt werden.

Der Hubschrauber und die Besatzungsmitglieder waren im Auftrag einer UNO-Friedensmission in Mali im Einsatz, die zur Umsetzung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und den Rebellen beitragen soll. Gruppierungen wie Al Kaida terrorisieren den Norden Malis schon lange. Für den deutschen UN-Einsatz hat das Unglück Folgen. Extremisten greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Außerdem sind vier NH90-Transporthubschrauber dort, etwa um Verwundete auszufliegen. Sie würden der hohen zeitlichen Belastung nicht mehr standhalten, hieß es in dem Bericht. Der Inspekteur des Heeres hatte eine Ausnahmegenehmigung für den Flug unter hohen Temperaturen erteilt, bevor sie am 1. Mai einsatzbereit gemeldet wurden.

De Absturzursache sei wie die Süddeutsche Zeitung berichtete zunächst unklar gewesen.

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