Trump verbietet Militärdienst für Transgender

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Um sie zu schützen, macht er einen Entschluss seines Amtsvorgängers rückgängig.

US-Präsident Donald Trump will Transgender vom Militärdienst ausschließen. In drei Tweets erklärte der 71-Jährige, dass er seine Entscheidung, die sich auf alle Einsatzbereiche beziehe, nach Beratungen mit "meinen Generälen und Militärexperten" getroffen habe.

Trump begründete den Schritt damit, dass Transgender die Kampfkraft der Streitkräfte schwächen würden. Das US-Militär dürfe nicht mit den "enormen medizinischen Kosten und der Störung belastet werden", die Transgender mit sich brächten.

In der US-Armee gilt zwar bislang ein Transgender-Verbot, allerdings war unter Obama angeordnet worden, dieses mit Wirkung zum 1. Juli dieses Jahres aufzuheben.

Noch vor rund einem Jahr hatte der damalige US-Verteidigungsminister Ashton Carter in Aussicht gestellt, Transgender zum Dienst im Militär zuzulassen. Das Pentagon hatte das Verbot zu Beginn des Monats bereits provisorisch aufgehoben. Ihnen drohte schon bisher der Ausschluss, wenn sie ihre sexuelle Identität öffentlich machten.

Transgender ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen und solche, die sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen können. Seit 2011 steht die US-Armee zumindest Lesben und Schwulen offen.

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