Neuwagenkäufe gehen zurück | Verliert das Auto seinen Ruf als Statussymbol?

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Immer weniger Neuwagen in Deutschland werden auf Privatkunden zugelassen.

Der Anteil der Privatkäufer von Neuwagen ist auf 34,6 Prozent gesunken. 2006 lag der Anteil noch bei 47,4 Prozent. Die Uni Duisburg-Essen hat die Zulassungszahlen von Neuwagen in den letzten Jahren untersucht. "Die Konsequenz: Die Autos der Deutschen werden immer älter". Seine aktuelle Analyse zeigt: Das Auto ist nicht mehr des Deutschen liebstes Spielzeug, es wird zum Gebrauchsgegenstand, der durchaus auch älter sein kann.

Zusätzlich scheine es an Innovationen zu fehlen, die Begeisterung und Emotionen für neue Autos wecken könnten. Der Stolz, ein neues Auto zu besitzen, habe über die Jahre deutlich abgenommen. Er kritisierte, den Autobauern gingen die Ideen aus.

Die Zahl der Neuzulassungen stieg im ersten Halbjahr um rund drei Prozent auf gut 1,7 Millionen Autos, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unlängst bekanntgeben.

Die besten Kunden der Autobauer und -händler sind inzwischen diese selbst. Die Autos bleiben allerdings nicht besonders lange zugelassen. Oft gehen sie nach kurzer Zeit als Tageszulassungen, die mit 20 bis 35 Prozent Rabatt angeboten werden, an Privatkunden. Die Menschen hätten gelernt, mit hohen Rabatten zu kaufen, sagt Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer.

Für Verunsicherung sorgten offensichtlich auch der Abgas-Skandal um manipulierte VW-Dieselmotoren. Unter den Privatkunden haben sich im ersten Halbjahr 24,2 Prozent für einen Selbstzünder entschieden.

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