USA lassen an Demarkationslinie die Muskeln spielen

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Damit reagieren die beiden Länder nach eigener Aussage auf den Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea.

Zwei US-Langstreckenbomber sind mit der südkoreanischen und japanischen Luftwaffe für ein gemeinsames Abschreckungsmanöver in die Konfliktregion entsandt worden. Nordkorea wurde vorgeworfen, mit seinen Aktionen die "US-Alliierten, Partner und das Heimatland" USA zu bedrohen. Die offizielle nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" warf den USA gestern in einem Kommentar "militärische Provokationen" vor, die die Halbinsel an den Rand eines Atomkriegs brächten.

"Das Manöver ist eine Antwort auf die Serie von Nordkoreas Raketentests", zitiert die Nachrichtenagentur Yonhap einen Vertreter der südkoreanischen Luftstreitkräfte. Gemeinsam hätten die Flugzeuge einen Angriff auf nordkoreanische Ziele simuliert.

Die zwei US-Bomber haben Präzisionsschläge auf einer Militäranlage in der Provinz Gangwon trainiert. Auf dem Rückweg zu ihrem Stützpunkt auf der Pazifikinsel Guam flogen die Langstreckenbomber demnach im Verbund mit F2-Kampfjets der japanischen Luftwaffe. Beim B-1B Lancer handelt es sich laut dem Hersteller Boeing um einen "konventionellen" Schwenkflügel-Bomber. Die ursprünglich für die Beförderung von Atomwaffen konzipierte B-1 wurde später entsprechend umgerüstet.

Nordkorea hatte am Dienstag - am Unabhängigkeitstag der USA und kurz vor dem G20-Gipfel in Hamburg - erstmals eine Interkontinentalrakete getestet. US-Präsident Donald Trump drohte Machthaber Kim Jong Un daraufhin mit einer harten Reaktion. Die Regierung in Washington befürchtet unter anderem, dass das isolierte Land mit Atomsprengköpfen versehene Langstreckenraketen baut, die US-Territorium erreichen können.

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