Irakische Regierung verkündet Sieg in Mossul

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Die irakischen Regierungstruppen hätten die Stadt Mossul endgültig vom IS befreit. Abadi zeigte sich in der Stadt in der schwarzen Uniform der ihm unterstellen Antiterror-Sondereinheiten.

Auch der britische Verteidigungsminister Michael Fallon lobte die irakische Regierung und die Streitkräfte für deren Erfolg im Kampf gegen ISIS in Mossul. Nun soll Mossul nach drei Jahren von der Terorristenmiliz befreit sein. mehr.

Im Irak halten die Gotteskrieger noch die strategisch wichtige Grenzstadt Tal Afar, wo sich weitere 1000 bis 1500 Extremisten verschanzt haben.

Medienberichten zufolge sprangen IS-Kämpfer in den Fluss, um vor der Armee zu entkommen. Hier hatte sich IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi 2014 das erste Mal öffentlich gezeigt. Seine Kämpfer zerstörten die Moschee und deren berühmtes schiefes Minarett Al-Hadba im Juni, als die irakischen Truppen zunehmend näher rückten.

Mossul ist die letzte große Hochburg des IS im Irak.

Die Offensive zur Rückeroberung der zweitgrößten Stadt des Iraks hatte im vergangenen Oktober begonnen. Dennoch kommt es weiter zu Kämpfen und Luftangriffen. "Der Sieg ist sicher, und was vom IS übrig ist, ist eingekreist", sagte der Ministerpräsident. Den Vereinten Nationen zufolge waren rund 900.000 Menschen aus Mossul vertrieben worden. Allerdings sind dort laut den UN mehr als 32 000 Gebäude schwer beschädigt oder zerstört worden. Der IS attackierte fliehende Zivilisten mit Autobomben, Mörsergranaten und Scharfschützen. Menschenrechtler warnten, auch das Leiden der Zivilisten sei noch lange nicht beendet. Bis zuletzt lieferte sich der IS in Mossul heftige Gefechte mit den irakischen Streitkräften. Die Stadt sei noch nicht vollständig erobert. In der sunnitisch dominierten Provinz Anbar sind jüngst im Schutz von Sandstürmen mehrere Zehntausend Menschen vor den IS-Gruppen dorthin geflohen.

UNO-Sondervermittler Staffan de Mistura hat bereits vor zu großen Erwartungen gewarnt, zumal alle bisherigen Gespräche in der Schweiz über ein Ende des blutigen Konfliktes ohne greifbare Ergebnisse geblieben waren.

Im Hauptquartier der Polizei in West-Mossul forderte der Regierungschef, auch die letzten Dschihadisten "zu eliminieren".

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