Audi stoppt Abwärtstrend in China

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Audi ist in China nach Beilegung des Streits mit den Autohändlern wieder auf Wachstumskurs. Auf dem deutlich gebremsten US-Markt legten die Vier Ringe weiter klar zu, plus 5,3 Prozent.

Weltweit übergab Audi im vergangenen Monat rund 170.650 Automobile an Kunden und übertraf so das hohe Absatzniveau des Juni 2016 (+1,0 Prozent).

Die kumulierten Verkäufe seit Januar belaufen sich damit auf rund 908.950 Einheiten.

Zum Vergleich: Der Erzrivale Mercedes-Benz hat in den ersten sechs Monaten den Absatz um 13,7 Prozent auf 1,144 Millionen gesteigert.

"Der Juni hat bestätigt, dass sich der Trend für Audi in allen Weltregionen positiv entwickelt", sagt Dietmar Voggenreiter, Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG. Dazu soll auch das neue Flaggschiff A8 beitragen, das am 11. Juli in Barcelona Weltpremiere feiert und gegen Ende des Jahres auf den Markt kommt.

Zudem kündigte die VW-Tochter an, nach der Markteinführung des A8 weitere Oberklasse-Modelle zu erneuern. Seit Juni ergänzt der Q7 e-tron 2.0 TFSI quattro - ein SUV mit Plug-In-Hybrid-Antrieb - das Audi-Portfolio im chinesischen Top-Segment.

Ein weiteres SUV trug in den USA zum Absatzplus bei: Von dem Q7 verkaufte Audi 16.732 Autos.

Damals lag der Jahresabsatz von Audi in den Vereinigten Staaten bei 101.629 Einheiten. Die Analysten von IHS Markit gehen davon aus, dass Audi im nächsten Jahr 35.000 Autos des neuen A8 absetzen wird. Mit dem leichten Plus konnte Audi das Absatzminus im ersten Halbjahr etwas eindämmen.

In Westeuropa insgesamt konnte Audi im Juni rund 75.150 Autos verkaufen und damit 2,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei wirkte sich der laufende Generationswechsel des Q5 noch bremsend auf die Absatzbilanz aus. Audi will in China künftig nicht nur mit dem FAW-Konzern, sondern auch mit dem SAIC-Konzern als zweitem Partner Autos bauen und verkaufen. Von Anfang Januar bis Ende Juni lieferte der OEM hier 254.785 Einheiten aus - 12,2 Prozent weniger als noch 2016.

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