Venezolanischer Oppositionsführer López aus Gefängnis in Hausarrest entlassen

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Grund sei der schlechte Gesundheitszustand von López, teilte der Oberste Gerichtshof am Samstag mit. Bislang saß der Gründer der Partei Voluntad Popular (Volkswille) im Militärgefängnis Ramo Verde ein.

Lopez war 2014 wegen des Vorwurfs der Anstachelung zur Gewalt bei regierungskritischen Protesten zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass López krank sei. Anfang Juni hatte er eine Überstellung in den Hausarrest bereits einmal abgelehnt. Bei Massenprotesten gegen Präsident Maduro sind in den vergangenen Monaten mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen. Das wurde ihm angelastet. Zahlreiche Regierungen und internationale Organisationen sehen Lopez als politischen Gefangenen. Die Freilassung von Regierungskritikern ist eine der Hauptforderungen der Opposition. In Videobotschaften aus dem Gefängnis hatte sich López hinter die Demonstranten gestellt und sie zum Durchhalten aufgerufen. Venezuela leidet seit drei Jahren unter einer schweren Wirtschaftskrise. Die jüngste Protestwelle entzündete sich an dem gescheiterten Versuch der Justiz, das Parlament zu entmachten.

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