G20 dürften sich auf Erklärung einigen

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Laut dem Dokument, auf das sich Unterhändler in der Nacht einigten, sprechen sich die G20 für einen "wechselseitigen und gegenseitig vorteilhaften Rahmen für Handel und Investitionen aus" und den Grundsatz der Nichtdiskriminierung aus.

Die G20 wollen "den Kampf gegen Protektionismus einschließlich aller unlauterer Handelspraktiken" fortsetzen. Trump hatte im Zuge seiner "Amerika zuerst"-Politik mehrfach mit protektionistischen Maßnahmen gedroht, etwa mit Strafzöllen auf deutsche Autos".

Der Klima-Teil der Erklärung wird drei Absätze haben: Zunächst wird von allen G20-Staaten gemeinsam die Bedeutung unterstrichen, die Treibhausgase zu reduzieren.

Nach einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May am Rande des G20-Gipfels kündigte Trump am Samstagmorgen an, er wolle "sehr schnell" ein "sehr starkes" Handelsabkommen mit Großbritannien abschließen. Dann wird festgehalten, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen wollen.

Nun muss Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versuchen, bis zum Ende des Gipfels am Samstagnachmittag eine Verständigung zu erreichen. Es geht dabei um die Unterstützung der USA für andere Länder bei der sauberen Nutzung fossiler Energien. Sie dürften sich allerdings freuen, dass sich nach dem geplanten Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen alle anderen G20-Staaten weiter zu den Vereinbarungen klar bekennen. Die Passage ist nach den nächtlichen Verhandlungen noch in eckige Klammern gesetzt - darüber muss also noch diskutiert werden.

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