Vermummte: Polizei stoppt G20-Protest "Welcome to Hell"

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"Wir werden sie sehr, sehr eng begleiten, aber die Versammlung hat die Chance, einen friedlichen Verlauf zu nehmen", sagte Innensenator Andy Grote (SPD) bei NDR zur Demonstration "Welcome to Hell", die mit dem Protestzug um 19 Uhr starten soll.

"Die Anzahl ist schon so, dass wir uns da gut aufstellen mit starken Kräften und sicherlich wird es dann auch notwendig sein konsequent zu handeln, wenn es zu Straftaten kommt". "Wir müssen mit Terroranschlägen rechnen, wir müssen mit militanten Blockaden rechnen und viel mehr". Dies sei aber nicht gelungen.

Zudem rief sie alle friedlichen Demonstranten auf, "sich von den vermummten Personen auch räumlich zu distanzieren". Sie sprach von einer aggressiven Stimmung. Die Polizei hatte von Anfang mit bis zu 8000 gewaltbereiten Demonstranten gerechnet. Die Polizei ging am Abend gegen gewalttätige Demonstranten vor, die vorher Pyrotechnik gezündet und Flaschen geworfen hatten.

Am Hamburger Fischmarkt hatte es am Nachmittag zunächst Musik und Redebeiträge gegeben. Keine andere Demonstration darf dem Ort so nahekommen wie gerade diese.

Auf Transparenten der Demonstranten war zu lesen: "Welcome to Hell" (Willkommen in der Hölle) oder "blockieren, sabotieren, demontieren - no G20".

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht wies inzwischen mehrere Beschwerden der globalisierungskritischen Organisation Attac zurück. Deren Demonstrationen in der Hamburger Innenstadt am ersten G20-Gipfeltag bleiben damit vorerst verboten. Die Antragsteller können aber noch Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen.

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