Zverev beim Tennis-Turnier im Finale: Jetzt gegen Federer

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Danach musste sich Alexander Zverev durch aufkommenden Regen, in der Halle auf Kunstrasen zufrieden geben.

Federers Finalgegner am Sonntag (ab 13.05 Uhr) ist Alexander Zverev (ATP 12). "Aber ich bin fit, ich fühle mich gut", sagte Federer vor dem Halbfinalmatch gegen den 21-jährigen Russen Karen Khachanov (ATP 38). "Als ich dieses Jahr nach Halle abreiste, sagten mir meine Töchter: Können wir nicht dahin reisen, und du bleibst dann hier", sagte Federer, "sie mögen es immer, hier im Wald spazieren zu gehen". "Es war ein fantastisches Match", sagte Zverev, richtete seinen Blick aber gleich nach vorn: "Roger ist der beste Spieler aller Zeiten auf diesem Belag".

Gegen den zweimaligen Wimbledon-Halbfinalisten Gasquet schien Zverev zunächst noch der Dreisatzsieg gegen den Spanier Roberto Bautista Agut im Viertelfinale am Freitag in den Knochen zu stecken.

Für den Schweizer ist es die elfte Final-Teilnahme in Halle, acht Mal konnte er das Turnier bisher gewinnen. Doch einzigartig ist die Zahl seiner Pokaltriumphe, acht Siege wie im GERRY WEBER STADION hat er nirgendwo anders erzielt. Nach 1:52 Stunden machte er unter dem Jubel der Zuschauer den Finaleinzug perfekt. Zverev ließ sich nicht hängen, kämpfte um jeden Ball und stürzte dabei einmal unglücklich ins Netz.

Das Spiel war zu Beginn des Matches geprägt von der Dominanz des Publikumlieblings, Roger Federer. Die 11 000 Besucher am Sonntag stöhnten und staunten schon in den ersten Minuten des Matches, denn Federer führte nicht einfach nur so deutlich gegen Zverev, dass der Sieg gleich klar war - er führte den Deutschen vor.

Federer lobte den Jungstar für die Entscheidung, im Doppel Matchpraxis auf Rasen zu sammeln.

Der 35-Jährige spielte sich in einen Rausch, zauberte wie bei seinem sensationellen Saisonauftakt, als er die Australian Open und die Masters in Indian Wells und Miami gewann. "Vor allem beim Aufschlag habe ich mich sehr wohl gefühlt", sagte Federer, nachdem er Mayer die achte Niederlage im achten Duell zugefügt hatte: "Ein wenig mehr Effizienz hätte ich mir aber gewünscht". Der Rekord-Grand-Slam-Turniersieger nahm Zverev, zuvor bester Aufschläger des Turniers, gleich zweimal das Service ab - nach nur zehn Minuten stand es bereits 3:0 für Federer. Federer und Zverev liefern sich einen immer offeneren Schlagabtausch, der Youngster wirft jetzt alles rein, doch Federer hat fast immer eine Antwort parat. Nach zwei Minuten hatte Federer Zverev das erste Aufschlagspiel abgenommen - zu Null.

Den zweiten Satz konnte Zverev ein wenig ausgeglichener gestalten. "Wenn Roger in Wimbledon auch so spielt, dann ist er der große Favorit".

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