Dresdner Hilfsorganisation wegen versuchter Schleusung von Ausländern angezeigt

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Der Dresdner Verein "Mission Lifeline" ist wegen versuchten Einschleusens von Ausländern angezeigt worden. Mit den Ermittlungen sei die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung beauftragt worden. Nach Angaben der Bundespolizei ging die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Dresden ein.

Wegen des Vorwurfes erhielten die beiden Vereinsvorsitzenden jetzt Vorladungen der Bundespolizei in Pirna. Die erste Mission ist für September geplant, sagte Vereinschef Steier der Deutschen Presse-Agentur. "Zunächst hatten wir angenommen, dass es sich um ein schlecht gemachtes 'Fake-Schreiben' handelt, da weder der Paragraph angegeben war, noch eine Rechtsbehelfsbelehrung". Nun werde "Mission Lifeline "Akteneinsicht beantragen, um zu erfahren, wer die Strafanzeige gegen die Seenotretter gestellt hat, schildert Steier". Der Verein werde abwarten, was der genaue Wortlaut sei. Sollte die Anzeige falsche Tatsachenbehauptungen enthalten, werde man juristisch gegen den Erstatter vorgehen.

Die Hilfsorganisation hatten in den vergangenen Monaten Geld für ein Schiff gesammelt, um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer zu retten.

Der Vorsitzende des Vereins "Mission Lifeline", Axel Steier, teilte am Montag mit, dass sich die Anzeige gegen ihn und seinen Stellvertreter Sascha Pietsch richte. Bisher habe man für das Schiff gut 190 000 Euro zusammen - etwa 40 000 Euro fehlten noch.

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