Drei Männer unterziehen 20-Jährige einer Teufelsaustreibung

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Nachdem Bewohner Schreie hörten, informierten sie die Heimleitung. Auch sie hätten Geschrei und vermeintliche Kampfgeräusche gehört. Den Mitarbeitern bot sich dann ein schockierendes Bild: Der 21-Jährige kniete zusammen mit einem anderen 25-jährigen Eritreer auf einer 20-jährigen Frau und hielten ihre Arme und Füße fest. Sie hatten sie am Boden fixiert.

Der 23-jährige, der sich selbst als "Diakon" bezeichnet, saß auf dem Brustkorb der Frau, fixierte ihren Kopf mit seinen Knien und hielt ihr mit einer Hand den Mund gewaltsam offen. Mit der anderen Hand hielt er eine 1,5 Liter Wasserflasche. Die Wände des Raumes waren mit Jesus- und Mariendarstellungen vollgehängt, die drei Teufelsaustreiber trugen Ketten mit Kreuzen um den Hals, der "Diakon" zitierte aus der Bibel.

Die 20-Jährige setzte sich im Rahmen ihrer kaum vorhandenen Möglichkeiten zur Wehr und spuckte das Wasser wieder aus, das ihr eingeflößt wurde. Hierbei verdrehte sie die Augen. Ob dies einem möglichen epileptischen Anfall, oder einem Sauerstoffmangel geschuldet war, ist derzeit noch ungeklärt. Auf dem Fußboden war bereits eine große Wasserlache neben dem Kopf der 20-Jährigen zu sehen. Mehrere Bibeln mit markierten Textstellen befanden sich ebenfalls in dem Zimmer.

Nach einer versuchten Teufelsaustreibung ermittelt die Münchner Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung gegen drei Männer.

Nachdem die Polizei und der Rettungsdienst verständigt wurde, musste die 20-Jährige laut des Berichtes notärztlich versorgt werden. Im Anschluss wurde sie zur Betreuung zur Polizeiinspektion 25 nach Riem gebracht. Dort fing sie plötzlich an zu schreien und zeigte eine gestörte Impulskontrolle. Alle drei Eritreer zeigten sich in ihren Vernehmungen geständig. "Den strenggläubigen Christen fehlt jedes Unrechtsbewusstsein", sagt die Münchner Polizei. Aus ihrer Sicht haben sie der jungen Frau gegen ihren Willen geholfen. Gegen die Männer wurde unterdessen Haftbefehl erlassen.

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