Deutsches Sicherheitsamt warnt vor Cyber-Attacken auf Verwaltung

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Attackiert würden Yahoo- und Gmail-Konten. Es würden "täuschend echte Spearphishing Mails" an die privaten E-Mailadressen der Opfer versendet.

Die Angreifer geben nach Angaben des BSI vor, Auffälligkeiten bei der Nutzung des Postfachs beobachtet zu haben.

BSI-Chef Arne Schönbohm sagte: "Auch in den Regierungsnetzen hat das BSI bereits einen Angriff der aktuellen Kampagne abgewehrt". Sie hätten E-Mails mit einem Link auf eine Webseite erhalten, auf der sie aufgefordert worden seien, ihr Passwort anzugeben.

Weiter hieß es, die verwendete Infrastruktur weise Ähnlichkeiten auf mit Angriffen gegen die Demokratische Partei in den USA und die französische En-Marche-Bewegung. Die Regierung in Moskau hat entsprechende Vorwürfen stets zurückgewiesen. "Dies macht private Postfächer für die Angreifer zu einem attraktiven Angriffsziel". "Funktionsträger in Verwaltung und Wirtschaft sollten daher dafür sorgen, dass auch ihre privaten E-Mail-Accounts abgesichert sind", forderte er. "Dies ist wichtiger Teil des digitalen Persönlichkeitsschutzes".

Der deutsche Bundesverfassungsschutz warnt angesichts massiver russischer Cyberattacken seit längerem vor der Gefahr, dass deutsche Politiker mit den dabei erbeuteten Informationen im Bundestagswahlkampf unter Druck gesetzt werden könnten.

Russland wird unter anderem für die Cyber-Attacke auf den Bundestag 2015 verantwortlich gemacht, bei der die Täter große Datenmengen erbeuteten.

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