So funktioniert der Confed Cup

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DFB-Präsident Reinhard Grindel verspürt bei dem jungen Perspektivteam, das den Fußball-Weltmeister bei dem Acht-Nationen-Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli vertritt, eine "große Lust" auf eine starke Präsentation. An Bord des Airbusses 321 sind alle 21 verfügbaren Spieler, die Bundestrainer Joachim Löw für den WM-Probelauf ausgewählt hat. "Wir wollen von den Spielern sehen, dass sie mutig sind".

Dabei ist das politische Agieren des DFB mindestens so bedeutsam wie das sportliche Abschneiden. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Chile und Kamerun.

In Kelsterbach bei Frankfurt standen 18 Feldspieler und drei Torhüter auf dem Platz. Eine Nachnominierung wird es nicht geben. "Es wird spannend zu beobachten, wie die Spieler ihre Rollen annehmen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff, vor allem bei möglichen Rückschlägen. 50 000 Euro Titelprämie pro Mann wurden ausgelobt. Zudem wird man bei den Spielen mehr Nachspielzeit sehen als gewohnt.

"Sehr angetan vom Miteinander der Spieler": Löw-Assistent Marcus Sorg. Entgegen seiner Ankündigung, die zwei freien Tage vor der Abreise zum Confed Cup zur Behandlung in München zu verbringen, war Draxler nach Spanien gereist und auf einem Schiff vor Ibiza fotografiert worden.

Am Donnerstag bricht der DFB-Tross mit nun 21 Spielern nach Russland auf. Und auch Joachim Löw hat nach der ersten Schnupperwoche mit vielen Neulingen und Nachrückern im eigentlich ungeliebten Sommerturnier in vier russischen Städten schon jetzt einen ganz speziellen Reiz ausgemacht. So sei auch das Training ausgerichtet. Auch wenn der Bundestrainer auf eine offizielle Platzierungsvorgabe verzichtet, betonte er: "Es ist auch unser Ziel, dass wir mit dieser Mannschaft in der kurzen Zeit natürlich gut Fußball spielen".

Grindel betont, seine Delegation wolle in Russland "über die vier Eckfahnen hinaus" einen gesellschaftspolitischen Beitrag leisten. Löw freut sich derweil auf eine "längere Phase, in der wir mit der Mannschaft und dem Team hinter dem Team zusammen sind".

Dies gilt auch abseits des Rasens.

Die letzte Phase der Vorbereitung auf den Confederations Cup ist angelaufen. Grindel forderte Dopingkontrollen durch die Welt-Antidoping-Agentur, erwartet klare Absagen an den Hooliganismus und äußerte sich zum Einsatz nordkoreanischer Arbeiter auf den WM-Baustellen: "Die FIFA hat eine Institut für Arbeitsrecht eingeschaltet, es hat Inspektionen gegeben".

Man wolle die Integrationskraft des Fußballs nutzen, um Partnerschaften in der Zivilgesellschaft wachsen zu lassen, sagte der DFB-Boss: "Die Menschen sollen sich begegnen - nicht nur die Mächtigen sich begeistern".

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