Mühevoller deutscher Sieg in der EM-Qualifikation

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Coach Prokop hatte angesichts einer kräftezehrenden Saison für seine Nationalspieler mit bis zu 75 Pflichtspielen in den zurückliegenden zehn Monaten von einer "großen Willensleistung" gesprochen, "die wir bringen müssen". Mit Olympiabronze in Rio sei ein "sehr guter Start "gelungen: "Und die EM-Qualifikation mit dem Gruppensieg ist mehr als gut gelaufen."Vor allem bei den kniffligen Auswärtsspielen in Slowenien und jetzt in Portugal habe die Mannschaft "dem Druck standgehalten".

Unmittelbar nach Saisonende der DKB HBL steht für die deutsche Nationalmannschaft das EM-Qualifikationsspiel in Portugal (ab 20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVETICKER) auf dem Programm. Der zuvor bereits qualifizierte Titelverteidiger setzte sich am Mittwochabend mit 29:26 (15:16) bei Verfolger Portugal durch und ist nicht mehr vom Spitzenplatz der Gruppe 5 zu verdrängen. Mit dem Gruppensieg in der EM-Qualifikation im Gepäck verabschiedete sich der Kapitän der Bad Boys in die Ferien. Im abschließenden Spiel am Sonntag in Bremen gegen die bislang punktlosen Schweizer kann sich das Team sogar eine Niederlage erlauben, ohne die optimale Ausgangsposition für die EM-Auslosung am 23. Juni zu gefährden. Die Endrunde findet im Januar 2018 in Kroatien statt. "Man merkt, es fehlt so ein bisschen auch an der notwendigen Kraft", hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning bereits zur Pause gesagt. Gensheimer und einige weitere Stammkräfte werden von Bundestrainer Christian Prokop daher geschont. Zahlreichen Bundesliga-Akteuren wird der 38-Jährige am Sonntag zu ihrem Debüt verhelfen - bevor auch sie endlich in den Urlaub fahren dürfen.

"Ich bin zu 100 Prozent glücklich und erleichtert", sagte Prokop: "Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben verdient gewonnen".

Doch noch vor der Halbzeit drehten die überraschend starken Iberer auf - und zwischenzeitlich auch das Match. Kurz vor dem Ende einer langen Saison ging etablierten Kräften wie Europameister Kai Häfner oder Kreisläufer Hendrik Pekeler offenbar ein wenig die Puste aus. Wolff spielte erst zu Beginn der zweiten Hälfte einige Minuten, überzeugte aber wie die gesamte deutsche Abwehr nicht.

Der zuletzt wegen harscher Kritik an seinem Club THW Kiel aufgefallene Wolff musste nach knapp einer Viertelstunde schon wieder für Heinevetter weichen.

Bis auf den verletzten Drux, der nach der erfolgreichen Operation am Montag sechs Wochen ausfallen wird, reist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in geplanter Besetzung ins portugiesische Gondomar.

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