Confed Cup: DFB-Team in Sotschi gelandet

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Am Schwarzen Meer beginnt das Confed-Cup-Abenteuer des unerfahrenen Kaders.

Bundestrainer Joachim Löw (M) spricht beim Training der Fußball-Nationalmannschaft in Kelsterbach zu den Spielern und Betreuern. In Sotschi war gleich ein Training angesetzt.

Nein. Bundestrainer Joachim Löw setzt bei dem ungeliebten Turnier auf einen Perspektivkader um Kapitän Julian Draxler mit nur drei Weltmeistern. Grindel selbst trifft sich am Donnerstag mit dem deutschen Botschafter in Russland, hält am Samstag eine Grundsatzrede zur gesellschaftlichen Verantwortung des Fußballs beim Petersburger Dialog und visiert Besuche bei politischen Stiftungen an.

Rund dreieinhalb Stunden soll der Charterflug LH342 nach Sotschi dauern.

Vor dem leicht verspäteten Abflug aus Frankfurt Richtung Schwarzmeerküste hatte Löw noch einmal betont, wie groß seine Vorfreude auf die "Mini-WM" (17. Juni bis 2. Juli) sei. Beim Confed Cup 2005, als er an der Seite von Jürgen Klinsmann mit Platz drei einen Vorgeschmack auf das Sommermärchen erlebte, seien Schweinsteiger und Podolski "Shootingstars" gewesen. "Nächstes Jahr müssen wir top in Form sein und eine gute Performance abliefern", lautet Löws Turniermotto für den Sommer 2017. Demme soll sich im Sommer auskurieren, damit er zum Start der Saisonvorbereitung wieder fit ist.

Jetzt starten beide Mannschaften ihre großen Sommermissionen: Die von Stefan Kuntz trainierte U21 flog Mittwoch nach Polen zur Europameisterschaft, die A-Auswahl bricht heute zum Confed Cup nach Russland auf, ihr Sonderflug bringt sie zunächst nach Sotschi.

Die Zuversicht im DFB-Lager ist groß. Zahlreiche Topstars wie Manuel Neuer, Mats Hummels, Toni Kroos oder Thomas Müller sind verletzt oder werden geschont. 50 000 Euro Prämie pro Mann für einen Confed-Cup-Sieg sind mit dem DFB ausgehandelt worden. Diese Zuversicht ist bei der Sportlichen Leitung recht schnell gewachsen. "Wir sind sehr angetan vom Miteinander", erklärte Assistenzcoach Sorg.

In der Olympiastadt der Winterspiele 2014 steht für den Weltmeister am kommenden Montag (17.00 Uhr MESZ) das erste Gruppenspiel gegen Australien auf dem Programm. "Wir wollen von den Spielern sehen, dass sie mutig sind", sagte Co-Trainer Sorg. "Wir fahren als Weltmeister zu diesem Turnier, dann ist es auch das Ziel, den Titel zu gewinnen", sagte Mittelfeldspieler Emre Can, "wir sind eine richtig gute Mannschaft". Weitere Gegner in der Vorrunde bei dem Acht-Nationen-Turnier sind Südamerikameister Chile und Afrika-Champion Kamerun.

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