Londoner Hochhaus-Brand - Zeugin: "Konnten den Menschen nicht helfen"

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Mitten in London brennt ein Hochhaus.

Statik: Bis zum Nachmittag war ebenfalls nicht klar, wie stabil das Hochhaus nach dem Feuer war.

Apokalypse: Feuerwehrleute kämpfen in London gegen die Flammen im Grenfell-Tower. Auch die Anwohner habe man über notwendige Brandschutzmaßnahmen informiert.

Erschöpfte Rettungskräfte machen am Rande des ausgebrannten Hochhauses eine Pause.

Die Polizei hilft bei der Betreuung der Bewohner, die den Flammen entkommen konnten.

Dutzende weitere Menschen wurden bei dem in der Nacht ausgebrochene Großfeuer in dem 24-stöckigen Gebäude verletzt.

Der frenfeld Tower stand fast zur Gänge in Flammen und Rauch.

Ein Anwohner berichtete: "Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt".

Die Polizei rät, die Gegend nordwestlich vom Hyde Park zu meiden.

Bei dem Brand eines Hochhauses im Zentrum Londons sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Scotland Yard rechnet jedoch mit weiteren Todesopfern, wie ein Sprecher mitteilte. Ebenfalls blieb zunächst offen, ob und wie viele Menschen vermisst werden. Eine genaue Zahl nannte Cundy nicht. Das Gebäude hat 24 Stockwerke. Gut 70 Personen werden in Krankenhäusern behandelt, darunter befinden sich viele Menschen in einem kritischen Zustand. Der Rettungseinsatz werde mehrere Tage dauern. Der Brand bricht in der siebten Etage aus, die Ursache ist zunächst ungeklärt.

London. Die dunklen Rauchschwaden ziehen auch am Mittag noch über West-London, Rettungskräfte löschen unermüdlich die Flammen, aber weiterhin dringt Feuer aus Fenstern dieses völlig schwarz verkohlten Wohnblocks. Scotland Yard teilte jedoch mit, dass es einen Terroranschlag ausschließen könne. Das Hochhaus, ein im Jahr 1974 gebauter Wohnungsblock, wurde von 2014 bis 2016 für knapp zehn Millionen Pfund, mehr als elf Millionen Euro, modernisiert.

Uhr: Es soll bereits Beschwerden über unzureichenden Feuerschutz gegeben haben. Die Baufirma Rydon reagierte schockiert auf den Hochhausbrand. Er kontrolliert die Steckdosen in seiner Wohnung im siebten Stock des Londoner Grenfell Towers, findet nichts und zündet sich in der Küche eine Zigarette an. Eine Bewohnerin, welche über Twitter nach Hilfe rief und das brennende Hochhaus nicht mehr verlassen konnte, ist mittlerweile in Sicherheit. Londons Bürgermeister Sadiq Khan zeigte sich "am Boden zerstört über die entsetzlichen Szenen". Der erste Notruf sei um 0.54 Uhr Ortszeit eingegangen, hieß es. Dan Daly von der Feuerwehr sagte, die Feuerwehrleute würden Atemmasken tragen, die Arbeit sei extrem hart und die Bedingungen sehr schwierig. Die Feuerwehr war mit rund 200 Einsatzkräften und 45 Fahrzeugen im Einsatz. Das Unternehmen sprach den Opfern und ihren Familien sein Mitgefühl aus.

Als die Londoner an diesem Mittwochmorgen erwachen, versucht die Feuerwehr weiterhin, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Augenzeugen berichteten, Menschen seien aus dem Hochhaus gesprungen.

Andere erzählten, dass Eltern - von Flammen umzingelt - ihre Kinder in die Tiefe geworfen hätten. Eine Mutter habe ihren Säugling aus dem "neunten oder zehnten Stock" geworfen, sagte Samira Lamrani der britischen Nachrichtenagentur PA am Mittwoch. Die Polizei räumte nahegelegene Gebäude, die von den herabstürzenden Trümmern gefährdet waren. Immer wieder knallte es im Gebäude aufgrund der Hitze, werden sie später berichten.

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