Brände | Londoner Feuerwehr nach Hochhausbrand: Keine Einsturzgefahr

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Das schließt Scotland Yard auf Anfrage klar aus. "Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben, und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden", teilte Khan am Mittwoch über Twitter mit.

Stuart Cundy von der Londoner Polizei sagte gegenüber der Presse, sie sei seit 29 Jahre bei der Feuerwehr, einen solchen Brand hat sie noch nie erlebt. Die Zahl der Opfer werde aber vermutlich noch steigen, weil noch immer Menschen vermisst würden, teilte die Polizei mit.

Hanan Wahabi erzählt: "Asche wurde durch das halb geöffnete Fenster ins Wohnzimmer geweht". Eine Frau habe hinter einem Fenster ihr Baby im Arm gehalten, er habe Schreie gehört.

Ein Mann erklärte, dass er sah, wie ein Kind aus dem 22. Stockwerk sprang. Eine Anwohner-Initiative hatte vor einem Jahr vor der Gefahr eines Brandes im Grenfell Tower gewarnt.

Auch andere Eltern nahmen das Wagnis in Kauf, um ihre Kinder zu retten. "Sprechen Sie einfach meinen Manager Juan an und wir werden Sie umsorgen", sagte der 42-Jährige am Mittwoch bei Instagram.

Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Es soll sechs Tote geben und mindestens 50 Verletzte.

Dutzende weitere Menschen wurden bei dem in der Nacht ausgebrochene Großfeuer in dem 24-stöckigen Gebäude verletzt.

Über die Ursachen des Brands hatten die Behörden bis Mittwochnachmittag keine Angaben gemacht. Der Rettungseinsatz werde mehrere Tage dauern.

Feuerwehrchefin Cotton warnte unterdessen vor Spekulationen.

Der britische Schauspieler Tim Downie, der 600 Meter von dem brennenden Hochhaus entfernt wohnt, sagte der britischen Nachrichtenagentur Press Association, er befürchte, der Tower könne einstürzen.

Einsatz: Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit ersten Löschtrupps bereits nach weniger als sechs Minuten vor Ort.

Kurz nach 01.00 Uhr (Ortszeit) ging der Alarm ein.

In London ist am frühen Mittwochmorgen ein Feuer in einem Hochhaus ausgebrochen. Irgendwie hat Eddie es nach draußen geschafft, wo er jetzt mit T-Shirt, Shorts und Turnschuhen steht, ein feuchtes Handtuch über die Schultern geworfen, das er geistesgegenwärtig noch mit auf die Flucht genommen hatte.

Augenzeugen berichteten auf Twitter ebenfalls von einem großen Brand im Grenfell Hochhaus.

Ein Anwohner berichtet der "Daily Mail", er habe ein "brennendes Kind" gesehen, das aus dem 22. Stock gesprungen sei. Die Polizei räumte nahegelegene Gebäude, die von den herabstürzenden Trümmern gefährdet waren. Immer wieder knallte es im Gebäude aufgrund der Hitze, werden sie später berichten. Die Polizei hat alle Wege zum Gebäude hermetisch und weiträumig abgeriegelt. Vor kurzem habe es am Gebäude Außenarbeiten gegeben, sagten Bewohner. Bei dem Einsatz wurden mehrere Feuerwehrleute verletzt. "Trupps mit Atemschutz haben unter extrem schweren Bedingungen Menschen gerettet und gegen die Flammen gekämpft", sagte Cotton. "Das ist ein grosser und sehr schwerwiegender Vorfall". Man habe zahlreiche Helfer und Spezialisten entsandt.

Wegen des Brandes wurde am frühen Morgen eine angrenzende Fernstraße gesperrt, die durch zahlreiche Vororte Londons führt.

David Collins, ein Mitglied der Anwohnervereinigung von Grenfell Tower, sagte gegenüber der BBC, dass sie dem Gemeinderat von Kensington and Chelsea wiederholt Bedenken über die Feuersicherheit gemeldet hätten, die bei der Sanierung ignoriert worden seien - etwa in Bezug auf Notausgänge und Beleuchtung. Er wurde 1974 errichtet und umfassend modernisiert.

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