Zwei Tote bei Brand in Hochhaus

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Ein Experte überprüfe laufend die Statik des Grenfell Towers, sagte Londons Feuerwehrchefin Dany Cotton.

Seit dem frühen Mittwochmorgen brennt ein 27-stöckiges Hochhaus in London.

Manche hätten in der Nacht zum Mittwoch auch versucht, per Handy Hilfe zu holen oder mit Taschenlampen auf sich aufmerksam zu machen, wie Nachbarn britischen Medien berichteten.

► Die Londoner Feuerwehr war nach eigenen Angaben nach wenigen Minuten bei dem brennenden Hochhaus. "Und ich habe Menschen springen sehen". Um kurz nach 01.00 Uhr Ortszeit wurden die Beamten alarmiert. Er öffnete und sofort schlug ihm dichter Rauch entgegen.

Nach Angaben der Rettungsdienste sind zudem mehr als 20 Rettungswagen vor Ort. Auch die Bundesregierung reagierte mit Bestürzung auf den Hochhausbrand und würdigte den Kampf der Rettungskräfte gegen die Flammen. Die Zahl der Toten dürfte aber noch steigen, teilte die Polizei mit. Er bezeichnete die Bergungsarbeiten als "komplex". Der Rettungseinsatz werde mehrere Tage dauern. Es sei "wahrscheinlich", dass während dieser Zeit weitere Todesopfer entdeckt würden. Mehr als 70 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, rund 20 seien in kritischem Zustand.

Uhr: Reinhard Ries von der Branddirektion der Frankfurter Feuerwehr kommentierte den Brand. "So etwas habe ich in London noch nicht gesehen", sagte der 44-jährige Vater der Deutschen Presse-Agentur. Das Feuer war in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen, am frühen Morgen stand das Gebäude mit 24 Stockwerken noch lichterloh in Flammen, eine Rauchsäule war weithin zu sehen.

► Augenzeugen berichteten auf Twitter ebenfalls von einem großen Brand im Grenfell Hochhaus. Es war ein Inferno: Flammen drangen aus den Fenstern des Apartmentblocks und erhellten die Dunkelheit.

Trotz der Feuerkatastrophe halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen. Menschen schrien um Hilfe, Explosionen waren zu hören.

"Sie waren eingeschlossen. Sie konnten nicht runter, insbesondere nicht aus dem obersten Stockwerk. die Menschen sind verbrannt", sagte ein Augenzeuge, Daniel, dem Rundfunksender BBC. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei in Gedanken "in tiefer Anteilnahme" bei den Opfern und ihren Familien, sagte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Sie mussten von der Feuerwehr mit Drehleitern evakuiert werden. "Wie kann man das vergessen?" Er wurde 1974 errichtet. Die Anwohner berichteten vergangenes Jahr von Baumängel am Gebäude, von schlechtem Brandschutz. Die angrenzende U-Bahn-Linie wurde bei der Station Latimer Road gesperrt, ebenso wie ein Abschnitt der Autobahn A40, die nördlich an dem Komplex vorbeiführt. Nach kurzer Zeit stand des 24-geschössige Gebäude fast komplett in Flammen. Es gab laut BBC zudem Befürchtungen, das Gebäude könnte einstürzen. Der Zugang zu diesen Flucht- und Rettungswegen befindet sich in jeden Stock, meist am Flurende, niemals gehen Wohnungen direkt davon ab.

Das Hochhaus Grenfell Tower liegt in einem Arbeiterviertel des Stadtteils North Kensington. Auch die Identität der Toten war zunächst unklar.

Der Brand hat auch politische Auswirkungen. Das bedeute, dass sich auch der Beginn der Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union verzögern könne. "Ich glaube, dass eine Erklärung am heutigen Tage unwahrscheinlich ist", sagte ein DUP-Sprecher mit Blick auf den Großbrand.

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