Wonder Woman: Kinotickets im Quiz gewinnen

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"Wonder Woman" erzählt die Geschichte von Halbgöttin Diana, aufgezogen von den kriegerischen Amazonen, die auf der mythischen (nur von Frauen bewohnten) Insel Themyscira irgendwo in der griechischen Ägäis zur ultimativen Kriegerin ausgebildet wird. Königin Connie Nielsen (Gladiator, Im Auftrag des Teufels) und Robin Wright (House of Cards) sind zwar nicht lang zu sehen, bleiben aber nicht nur wegen der beeindruckenden Kampfsequenzen, sondern vor allem wegen ihrer Funktion als Vorbild und Autoritätspersonen für Diana im Gedächtnis.

Während ihres Militärdienstes unterrichtete die heute 32-jährige Gal Gadot andere Soldaten in Kampftraining. "Ich hatte so viele 'fast', und noch einen Kameratest und noch eine Runde und noch eine Runde". Schon das mögen ihre Landsleute, die Gadot seit Langem schätzen.

Die große Stärke von Wonder Woman besteht vor allem in der Besetzung von Gal Gadot (Fast & Furious) als Hauptfigur. Und das gelingt Hauptdarstellerin Gal Gadot hervorragend.

Deutsche Fans, die sich jetzt vor lauter Begeisterung auf den Weg Richtung Kino gemacht haben, seien an dieser Stelle vorgewarnt: Der Film startet hierzulande erst am kommenden Donnerstag den 15.6.

Gadot, deren Vorname auf Deutsch "Welle" bedeutet, stammt aus der israelischen Kleinstadt Rosch Haain in der Nähe von Tel Aviv. In einer 2014 während des Gazakriegs weit verbreiteten Facebook-Botschaft lobte sie die israelische Armee ganz offen.

Wonder Woman schafft es tatsächlich in dem Meer von Superhelden-Filmen herauszustechen.

Gal Gadot verkörpert die Halbgöttin-Amazone Diana mit soviel Anmut und gleichzeitig Verletzlichkeit, dass sie sich am Ende zu einer wahren Göttin der Herzen verwandelt. "Wonder Woman ist eine Amazone, ich sollte nur eine Brust haben", sagte sie mit Blick auf die Sage, wonach Amazonen sich eine Brust abschneiden, damit sie besser mit dem Bogen zielen können.

Negative Reaktionen gab es auch, als die Vereinten Nationen 2016 "Wonder Woman" zur Botschafterin für Gleichberechtigung von Frauen ernannten.

Gal Gadot ist einfach klasse. Dafür bürgen nicht nur die Crew rund um Regisseurin Patty Jenkins, sondern schon der Erfinder der Figur William Moulton Marston, der in den 1930er Jahren nicht nur als Comic-Autor, sondern auch als feministischer Theoretiker bekannt wurde.

Anders als Marvels Black Widow oder DCs Harley Quinn muss sie ihre Weiblichkeit nicht durch eine Überbetonung männlicher Attribute, Kaltblütigkeit, Aggression, Brutalität, kompensieren: Ihre Sexyness entsteht nicht aus durchaus im Überfluss vorhandenen Körpermerkmalen, sondern aus ihrer charakterlichen Weiblichkeit. Die wenigen Charaktere, die nicht den typisch-westlichen Schönheitsidealen entsprechen, werden leider weiterhin in klischeehafte Rollen gesteckt und spielen im Film nur untergeordnete Rollen. Dazu hat sie es fertiggebracht, eine Familie zu gründen - ihren Ehemann Jaron Versano, einen Grundstücksmakler, hat sie auf einer Wüstenparty kennen gelernt - und zwei Kinder zur Welt zu bringen, die sechsjährige Alma und die drei Monate alte Maya. Gadots Wonder Woman ist schlagkräftige Powerfrau, aber auch empfindsam.

Ihre Tochter habe einmal gemeint, "Prinzessinnen schlafen immer, bis der Prinz sie weckt".

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