Dax im Plus nach zaghaften Andeutungen der EZB

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Das Rekordhoch des deutschen Leitindex bei 12 878 Punkten aus der Vorwoche rückt nun wieder näher.

Bei den Nebenwerte-Indizes hingegen war die Nervosität der Anleger vor wichtigen politischen und geldpolitischen Entscheidungen deutlicher zu spüren. Der Technologiewerte-Index TecDax büsste 0,37 Prozent ein auf 2294,77 Punkte.

Frankfurt/Main - Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Donnerstag zunächst Kursgewinne verzeichnet.

Der Dax hat sich vor der britischen Parlamentswahl und Hinweisen zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) etwas erholt. Zudem könnte die geplante Anhörung des ehemaligen FBI-Chefs James Comey in den USA für Turbulenzen sorgen. Im Hintergrund schwelt auch die Katar-Krise weiter.

Fast ausschließlich positive Expertenkommentare gaben den Aktien von RWE und Eon weiteren Auftrieb mit plus 0,4 beziehungsweise 0,9 Prozent, nachdem sie bereits am Vortag angesichts der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Brennelementesteuer um jeweils mehr als 5 Prozent nach oben geschnellt waren. Die von 2011 bis 2016 kassierte Abgabe ist nach Auffassung des Gerichts unvereinbar mit dem Grundgesetz und das Gesetz nichtig. RWE und Eon litten nach drei starken Handelstagen mit Kursanstiegen von insgesamt 8 und 10 Prozent unter Gewinnmitnahmen.

Zugleich bekräftigte der EZB-Rat nach seiner auswärtigen Sitzung in der estnischen Hauptstadt Tallinn, dass die Notenbank bis mindestens Ende 2017 weiterhin monatlich 60 Milliarden Euro in den Kauf von Staats- und Unternehmensanleihen stecken will. Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi im Rahmen der in Kürze beginnenden Pressekonferenz könnten den Dax aber stärker bewegen. Die Bank sieht den Zusammenschluss positiv. Die Covestro-Aktien sackten im MDax um 4,62 Prozent ab. Noch schwächer waren in dem Index nur noch die Titel des Möbel- und Handelskonzerns Steinhoff, die nach der Vorlage von Halbjahreszahlen fast 6 Prozent einbüßten.

Der EuroStoxx 50 verlor 0,15 Prozent auf 3548,84 Punkte. Der CAC 40 in Paris bewegte sich kaum vom Fleck, während der FTSE 100 in London um 0,62 Prozent fiel. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial trat zum europäischen Handelsschluss nahezu auf der Stelle. Angesichts teils hoher Dividendenrenditen zählen viele Investoren die Papiere der Branche aktuell zu den eher defensiveren Werten, was ihnen bei fallenden Kursen zugute kommt.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 142,09 Punkte. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1217 (Dienstag: 1,1258) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8883 (0,8889) Euro.

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