Air Berlin macht mit getrennten Geschäftsfeldern weiter

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Wie die Welt unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, bedeute eine positive Bestätigung der Anfrage von Air Berlin jedoch nicht, dass später auch automatische eine Bürgschaft erteilt würde.

Das Land Berlin will den Bürgschaftsantrag prüfen. Etihad wollte im Anschluss die Niki-Beteiligung in ein neues Joint Venture mit dem Reisekonzern TUI einbringen. Die neue Airline sollte ihren Sitz in Wien haben und Flüge zu wichtigen europäischen Tourismuszielen anbieten.

Berlin | Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann bittet seine Kunden für die vielen Pannen der vergangenen Wochen um Entschuldigung: "Mir tun die Verspätungen leid", sagte Winkelmann der "Zeit". Der Deal, der eigentlich bis zum Beginn des Sommerflugplans im April abgeschlossen werden sollte, scheiterte jedoch bislang an ausstehenden behördlichen Genehmigungen. Bis dahin fliege Niki als separate Urlaubsmarke weiter, teilte das Unternehmen mit.

Die Verhandlungen zwischen Tuifly und Etihad zur Gründung eines gemeinsamen Ferienfliegers sind erfolglos beendet. Damit stünde Niki nicht mehr für die Gründung einer gemeinsamen Airline zur Verfügung.

Großaktionär Etihad hat nun offenbar kein Interesse mehr, die Kooperation mit Tuifly voranzutreiben.

Die Kabinengewerkschaft Ufo verlangte von Tui ein neues Konzept für einen deutschen Ferienflieger. Die Antwort der Gewerkschaft der Flugbegleiter, Ufo, ließ nicht lange auf sich warten: Das Tui-Management sei nun gefordert, einen Alternativplan vorzulegen. Der touristische Markt biete großes Potenzial - was man allein daran erkennen könne, dass andere Fluggesellschaften wie Eurowings oder Ryanair in dieses Marktsegment vorstießen. Auch der bestehende Wetlease-Vertrag mit NIKI bleibe unverändert bestehen. Zu "gegebener Zeit" werde die Öffentlichkeit dann über "Struktur-Details" informiert. Die Beendigung der Gespräche mit Etihad hätten aber keine konkreten Auswirkungen auf Flugbetrieb oder Arbeitsplätze.

Der Plan für einen Ferienflieger von Tuifly und der Air-Berlin-Tochter Niki sind geplatzt. Man sei an den Verhandlungen mit Tui nicht beteiligt gewesen.

Ohne die massiven Finanzspritzen des Großaktionärs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Air Berlin nicht überlebensfähig. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte die ungünstige Kostenstruktur bei Air Berlin immer als eines der Haupthindernisse für eine Übernahme bezeichnet.

Damit kommt auch wieder die Air-Berlin-Tochter Niki ins Spiel. Als Hauptgrund nannte die Airline wiederholt Engpässe beim Bodendienstleister Aeroground.

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