Trump findet FBI-Nachfolger für Comey

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Einen Tag vor einer Anhörung bejaht der ehemalige Behördenchef Comey entsprechende Berichte.

Trump hatte den Vorwurf immer bestritten. Der Präsident hatte den vorherigen Direktor der Bundespolizei, James Comey, Anfang Mai im Zusammenhang mit der Affäre um Russland-Kontakte des Trump-Wahlkampfteams gefeuert. Flynn sei ein guter Kerl und habe manches durchgemacht, habe Trump gesagt.

Dann folgte laut Comey das entscheidende Zitat Trumps: "Ich hoffe, Sie sehen einen Weg, das fallen zu lassen, von Flynn abzulassen". Seine Aussage kann erhebliche Auswirkungen auf Trumps Präsidentschaft haben. Comey sagte demnach aber nur einen "ehrlichen" Umgang zu.

Comey sagt, er habe sich dem Loyalitätswunsch widersetzt und gesagt, er sei nicht "verlässlich" in einem Sinn, wie es von einem Politiker erwartet werde. Comey wiederum machte Trump nach eigenen Worten deutlich, das FBI und das Justizministerium müssten unabhängig vom Präsidialamt handeln. Dennoch habe Trump bei einem späteren Abendessen erneut auf Loyalität gepocht.

Comey war somit im vierten Amtsjahr, als er von Trump entlassen wurde.

Christopher Wray soll neuer FBI-Chef werden.

Nach Behauptungen von US-Geheimdiensten soll Moskau aktiv versucht haben, die Präsidentenwahl 2016 zugunsten von Trump zu beeinflussen. Christie war während des Wahlkampfs ein enger Verbündeter Trumps.

Trump gab für Comeys Entlassung zunächst verschiedene Gründe an. Das Justizministerium in Washington setzte einen Sonderermittler ein, der die FBI-Untersuchungen leiten soll. Wray sei deshalb ein Kandidat, der innerhalb des FBI als "akzeptabel" gelte, schrieb die "New York Times". Am Donnerstag soll der von Trump entlassene Ex-FBI-Chef Comey zu diesen Ermittlungen im Kongress aussagen. Er fügte hinzu, er sei in seiner gesamtem Amtszeit noch nie angewiesen worden, etwas Illegales zu tun.

Allerdings stellten die Aussagen vor dem Geheimdienstausschuss keine wirkliche Entlastung für Trump dar. Ihre Äusserungen, es sei kein Druck auf sie ausgeübt worden, blieben sehr allgemein gehalten. Dabei wird es voraussichtlich schwerpunktmäßig um den Verdacht gehen, dass der Präsident sich in unstatthafter Weise in die Russland-Ermittlungen eingemischt haben könnte.

Kurz vor der Anhörung der Geheimdienstspitzen hatte Trump seine Wahl für die Nachfolge Comeys bekanntgeben. Coats habe sich mit Mitarbeitern über die Aufforderung des Präsidenten beraten und sei zum Schluss gelangt, dass diese unangemessen sei.

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