Zwei weitere Festnahmen in London

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Der IS bekannte sich unterdessen zu dem Anschlag. Das teilte das IS-Sprachrohr Amak mit. Es wurde aber über für den IS übliche Kanäle verbreitet. Tatsächlich hatte Londons Bürgermeister zuvor erklärt, es gebe wegen der erhöhten Polizeipräsenz in den nächsten Tagen keinen Grund, alarmiert zu sein.

London - Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hat den Anschlag von London für sich reklamiert.

Das IS-Propagandasprachrohr Amaq erklärte, Kämpfer der Dschihadistenmiliz hätten das Attentat verübt.

Bei Anschlägen in London sind am Samstagabend in London mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 48 weitere verletzt worden.

Zunächst hatte es geheißen, die mutmaßlichen Täter seien bereits auf der London Bridge aus dem Fahrzeug gesprungen und hätten verletzte Personen mit Messern attackiert. 21 Verletzte schweben in Lebensgefahr. Unter den rund 50 Verletzten sind auch zwei Deutsche, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Dresden sagte.

Nach Angaben der Londoner Polizei wurden im Stadtteil East London zwölf Menschen festgenommen.

Mehrere Menschen würden noch verhört, teilte die Polizei der britischen Hauptstadt am frühen Montagmorgen auf Twitter mit. "Er (der Präsident) lobte die heroische Reaktion von Polizei und anderen Ersthelfern und bot die volle Unterstützung der US-Regierung bei der Untersuchung an sowie bei den Bemühungen, die Verantwortlichen für diese abscheulichen Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen", teilte das Weiße Haus in der Nacht zum Sonntag mit.

Demzufolge befanden sich noch sieben Frauen und vier Männer in Gewahrsam, nachdem ein Mann auf freien Fuß gesetzt worden war.

Zum Gedenken an die Opfer des Anschlags liegen an einer Ecke der Bourogh High Street in London Blumensträuße. Unter den sieben Todesopfern ist auch ein Franzose, ein weiterer wird noch vermisst. BBC Radio berichtete, dass die Menschen mit Tischen und Stühlen nach den Angreifern geworfen hätten, um sich zu schützen.

Die Täter: Die Polizei stellt drei männliche Tatverdächtige und erschießt sie am Borough Market - acht Minuten nach Eingang des Notrufs. Anti-Terror-Einheiten hätten dort zwei Immobilien durchsucht. Die Londoner Polizei hat nach eigenen Angaben die drei Attentäter identifiziert. Premierministerin Theresa May hat für Sonntagmorgen eine Sondersitzung des Cobra-Komitees, des höchsten britischen Sicherheitsgremiums, einberufen.

May machte die "bösartige Ideologie des islamistischen Extremismus" für die Tat verantwortlich. Ariana Grande hatte gerufen, und alle kamen: Mumford & Sons, Robbie Williams, Pharell Williams, Miley Cyrus, die Black Eyed Peas und viele mehr. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", sagte Merkel.

Als Zeichen der Solidarität mit London und seinen Bewohnern wurde in Berlin am Sonntagabend das Brandenburger Tor mit dem "Union Jack", der britischen Flagge, angestrahlt. In der Nacht zum Montag sollte die Beleuchtung des Eiffelturms zeitweise erlöschen. Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, sein Land stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Großbritanniens. Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte "die Grausamkeit und den Zynismus" der Attentäter.

In Großbritannien soll an diesem Donnerstag ein neues Parlament gewählt werden.

Während der Gedenkstunde ist auch eine Schweigeminute in Gedenken an die mindestens sieben Toten und Dutzenden Verletzten des Attentats vorgesehen.

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