So will Theresa May dem Terror begegnen

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Am Montagabend identifizierte die Polizei in London zwei der mutmaßlichen Attentäter als Khuram Shazad Butt (27) und Rachid Redouane (30). Die Namen würden veröffentlicht, "sobald es die Ermittlungen erlauben", teilte die Londoner Polizei am Montagmorgen mit.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des ersten Notrufs.

Dschihadisten wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) rufen ihre Anhänger in dieser Zeit hingegen ausdrücklich zum Kampf und zu Anschlägen auf.

Die Nachricht des IS-Sprachrohs Amaq konnte zunächst nicht auf Echtheit überprüft werden. Das Verbrechen trägt die Handschrift des Islamischen Staats (IS). Bei dem Anschlag in London waren am späten Samstagabend sieben Menschen getötet worden.

Laut dem deutschen Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) wurden auch zwei Deutsche verletzt, einer von ihnen schwer. Darauf ist ein Mensch mit einem blutigen Messer in der Hand zu sehen und im Hintergrund - fälschlicherweise - die Tower Bridge statt der London Bridge sowie ein weißer Transporter.

Im Zusammenhang mit der Tat hielt die Polizei noch elf Menschen fest, sieben Frauen und vier Männer fest.

48 Menschen wurden verletzt in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Bei einem Benefizkonzert in der nordenglischen Stadt gedachte Grande am Sonntagabend gemeinsam mit Kollegen wie Miley Cyrus und Justin Bieber sowie 50.000 Zuschauern der Opfer dieses Anschlags. Dabei hätten acht Beamte insgesamt 50 Schüsse abgegeben - so viel wie nie in der Geschichte der britischen Polizei, sagte der Chef der Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley.

Den Opfern von London soll am Dienstag um 11.00 Uhr (12.00 Uhr MESZ) mit einer Schweigeminute gedacht werden. Das habe die britische Gesundheitsbehörde NHS am Sonntag mitgeteilt, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Premierministerin Theresa May kam laut PA zu einem privaten Besuch ins King's College Hospital, um Verletzte zu besuchen und mit dem Personal zu sprechen.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete die Terrorangriffe als "gezielte und feige Attacke" auf unschuldige Londoner und Besucher.

Die Site Intelligence Group hat sich auf die Auswertung von dschihadistischer Propaganda spezialisiert.

Über IS-Propagandakanäle wurde zudem ein Bild verbreitet, das den Anschlag verherrlicht. "Kein Kompromiss. bei der Sicherheit der Muslime".

Nach einer Sitzung ihres Krisenkabinetts verurteilte die britische Premierministerin Theresa May die "bösartige" Ideologie hinter den jüngsten Terrorattacken.

Es sei höchste Zeit, zu sagen: "Jetzt reicht's.", so May. Wenige Tage vor der Parlamentswahl am Donnerstag stellte sie zugleich einen Vier-Punkte-Plan vor, der sich auch gegen den radikalen Islamismus richtet. Das Internet sei nach wie vor ein "Rückzugsraum für Extremismus". "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn (den Extremismus) aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft zu vertreiben". Vielmehr müsse besser überwacht und reguliert werden, um die Kommunikationswege von Terroristen zu stören.

US-Präsident Donald Trump sagte Großbritannien "unerschütterliche Unterstützung" zu. Dazu brauche es internationale Vereinbarungen, sagte die Regierungschefin. Mit "Öffentlicher Dienst" meint May vermutlich etwa das Schulwesen. Zugleich betonte er seine Entschlossenheit, die USA mit allen nötigen Mitteln vor terroristischen Attacken zu schützen.

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