Trump fordert islamische Staaten auf: Vertreibt die Terroristen!

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Donald Trumps Ehefrau Melania und seine Tochter Ivanka haben beim Staatsbesuch des US-Präsidenten in Saudi-Arabien großes Aufsehen erregt. Ihre Kleidung erinnerte an die schwarze Abaja, die Frauen in Saudi-Arabien als Überwurf tragen müssen - ein langes Gewand, das keine Körperkonturen erkennen lässt. "Das Paket zeigt so deutlich wie nur möglich wie die USA zu unseren Partnerschaften mit Saudi-Arabien und unseren Partnern in der Golfregion stehen", hieß es in einer Erklärung des Präsidialamts. Zwar sagte er: "Trump hat in seiner Rede zum ersten Mal versucht, den Graben nicht zwischen den Religionen zu ziehen, sondern zwischen Terrorismus und Freiheit". Der Iran sei schuld an "so viel Instabilität in dieser Region", sagte Trump am Sonntag in einer Rede. Als Michelle Obama, die Frau von Trumps Amtsvorgänger, das 2015 machte, wurde das mit einem kritischen Tweet von Donald Trump quittiert - und mit Empörung im Königreich. "Wir sind nicht hier, um gute Ratschläge zu erteilen", sagte Trump. Er sagte, der Iran sei seit der Revolution von 1979 "die Speerspitze des globalen Terrorismus". Das Land finanziere Waffen und trainiere Terroristen, Milizen und andere extremistische Gruppen, die Zerstörung und Chaos verbreiteten.

Zuvor hatte der saudi-arabische König Salman in seiner Ansprache betont, der Islam sei eine Religion des Friedens und der Toleranz. "Die erste Auslandreise des US-Präsidenten hat eines bereits klargemacht: Amerika hat eher ein strategisches Interesse, die vorsichtige Modernisierung Saudi-Arabiens zu unterstützen als auf künftige Liberalisierung des Regimes im Iran zu wetten". Seine Stimme wird schneidend, als er mehrmals "vertreibt sie!" in den Saal ruft.

Mit dem Geschäft werde dem Weißen Haus zufolge auch die Möglichkeit Saudi-Arabiens gestärkt, an Anti-Terror-Operationen teilzunehmen. Weitere Stationen der insgesamt neuntägigen ersten Auslandsreise Trumps als US-Präsident sind der Vatikan, der Brüsseler Nato-Gipfel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G7) auf Sizilien. Mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, wollte er heute über ein Waffengeschäft sprechen. Das Treffen begann mit einem gemeinsamen Mittagessen der Teilnehmer. Der neue US-Präsident glaubt, dafür ein Lösung gefunden zu haben: Waffenexporte. Ivanka Trump machte sich in Saudi-Arabien für die Frauenrechte stark. Der 81-Jährige gibt Trump die Hand.

Saudi-Arabien lag nach Angaben des internationalen Friedensforschungsinstituts Sipri in Stockholm im vergangenen Jahr auf dem vierten Platz der Länder mit den höchsten Militärausgaben - mit einem Umfang von 63,7 Milliarden Dollar. In der Öffentlichkeit sollen sie sich von Kopf bis Fuß verschleiern. Am Montag wird der US-Präsident in Israel erwartet.

US-Präsident Donald Trump will die Versorgung armer Bürger mit kostenloser medizinischer Hilfe und Lebensmitteln einschränken.

Zugleich hob Trump den Wert des Rüstungsgeschäfts für die USA hervor: "Das war ein riesiger Tag".

Die hochrangige Wirtschaftsdelegation, die mit Trump reiste, schloss zudem eine Reihe von Verträgen in Höhe von Dutzenden Milliarden Dollar ab. Aus Sicht des Trump-Teams werde Handel mit Jobs und Wohlstand gleichgesetzt, während Bedenken wegen Menschenrechten einem zu oft auf die Füße fielen.

Nach einem Bericht der "New York Times" soll Trump bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow gesagt haben, der Rauswurf von Comey habe Druck aus den Ermittlungen genommen.

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