Terrormiliz IS reklamiert Anschlag von London für sich

Einstellen Kommentar Drucken

Nach dem Terroranschlag in London mit mindestens sieben Toten hat sich die Terror-Miliz "Islamischer Staat" am Sonntagabend dazu bekannt. Dieses konnte zunächst nicht auf Echtheit überprüft werden.

Terroristen hatten am Samstagabend in London bei Attacken auf die London Bridge und den nahe gelegenen Borough Market mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Die Terrorgruppe hatte den Anschlag auf das Popkonzert in Manchester vor zwei Wochen für sich beansprucht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht den Opfern und Angehörigen sein Beileid aus und lobt die schnelle Reaktion der britischen Sicherheitskräfte. Die drei Angreifer waren am Tatort erschossen worden. Dies teilte Grossbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley am späten Sonntagabend mit. Premierministerin Theresa May verurteilte die "bösartige Ideologie des islamistischen Extremismus", die hinter diesen Taten stecke. "Jetzt reicht's", sagte die Regierungschefin am Sonntag. "Wir können und wir dürfen nicht so tun, als ob alles einfach so weitergehen könnte". "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn zu erkennen und ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft auszurotten". Es gebe "viel zuviel Toleranz für Extremismus in unserem Land", sagte sie.

May drang zugleich auf eine bessere Überwachung und Regulierung des Internets und von Messenger-Diensten an. Sie betonte, dafür brauche es internationale Vereinbarungen.

Nach den Festnahmen im Zusammenhang mit dem Anschlag befinden sich noch elf Menschen in Gewahrsam. Ein 55-Jähriger sei wieder freigelassen worden.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan rief für Montag (18.00 Uhr Ortszeit/19.00 Uhr MESZ) zu einer Mahnwache im Potters Fields Park auf, um der Opfer des Anschlags vom Samstag zu gedenken.

Comments