Netzwerk um Konzert-Attentäter

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Auch hielt sich der Attentäter wenige Tage vor dem Anschlag in Deutschland auf.

Der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, hatte erklärt, er gehe davon aus, "dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen". Seitdem hat die britische Polizei fünf Männer festgenommen.

Hinter dem blutigen Anschlag von Manchester mit 22 Todesopfern steckt offensichtlich ein ganzes Terrornetzwerk. Zudem wurden der Vater und der Bruder des Selbstmordattentäters in Libyen festgesetzt.

Gemäss eigenen Aussagen betrachtet der IS Attentate als legitime Vergeltung für britische Luftangriffe in Syrien. Er hätte es demnach in so kurzer Zeit nicht schaffen können, so eine professionelle Bombe zu bauen. Ermittlerkreisen zufolge hat Abedi die Bombe wohl selbst hergestellt. Ein verdächtiger Gegenstand sei kontrolliert zur Explosion gebracht worden.

Abedi soll wenige Stunden vor dem Anschlag mit seiner Mutter telefoniert haben. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wie Innenministerin Rudd sagte.

Vom Flug Abedis vergangene Woche von Düsseldorf nach Manchester berichteten das Magazin "Focus" wie auch das ZDF.

Zudem sei Abedi bereits 2015 von Frankfurt am Main aus nach Großbritannien gereist. Zuvor sei er offenbar zur paramilitärischen Ausbildung in Syrien gewesen, habe Scotland Yard dem BKA mitgeteilt, so der "Focus". Am 18. Mai sei er von der Türkei nach Düsseldorf geflogen und dann weiter nach Großbritannien. Bisher hätten die Ermittlungen der NRW-Sicherheitsbehörden zu keinen weiteren Erkenntnissen für Kontakte des Mannes nach NRW geführt. Dies wurde aus Kreisen der Anti-Terrorismus-Fahnder bestätigt. Noch am Donnerstag wollte sie am Rande des Nato-Treffens ins Brüssel mit US-Präsident Trump reden. Später allerdings veröffentlichte die Zeitung "New York Times" einen Artikel mit genauen kriminaltechnischen Fotos vom Tatort. "Selbstverständlich sind auch etwaige Bezüge in andere Länder sowie mögliche Reisewege Teil dieser Ermittlungen". Die Polizei sprach von einem Netzwerk. 22 Menschen kamen am Montag ums Leben, 59 mussten teilweise lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei der blutigsten Terrorattacke in Großbritannien seit fast zwölf Jahren starben 22 Menschen und der Attentäter.

Königin Elizabeth besuchte ein Kinderkrankenhaus in Manchester, in dem 19 Verletzte des Anschlags behandelt werden. Nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden befanden sich am Mittwoch noch 20 Menschen in kritischem Zustand. 23 von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Im Gedenken an die Opfer des Terrorakts hatten sich beide Mannschaften vor Beginn zu einer Schweigeminute versammelt.

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