Festnahmen nach Terroranschlag in London

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PARIS - November 2015: Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub "Bataclan" töten mehrere Gruppen von IS-Anhängern 130 Menschen, Hunderte werden verletzt. Über die Identität und Herkunft der mutmasslichen Täter ist bisher nichts bekannt - ebenso, ob es sich um islamistische Terroristen handelt. Die Fakten im Überblick.

Die Attentäter rasten gegen 22.00 Uhr (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) ihren Lieferwagen auf der London Bridge im Herzen der britischen Hauptstadt in eine Menschenmenge, anschließend stachen sie in einem nahe gelegenen Ausgehviertel wahllos auf Nachtschwärmer ein. Dann biegt er nach links und fährt "Schlangenlinien" auf dem Fußweg. Zudem seien drei Angreifer getötet worden. Dann seien drei Männer aus dem Wagen herausgesprungen und hätten die Fußgänger mit Messern angegriffen. Das Auto sei dann weiter zum nur wenige hundert Meter entfernten Borough Market gefahren. Einer der Angreifer jagte auch ihren Freund mit dem Messer, ließ aber plötzlich von ihm ab. Von den Opfern auf der Brücke erliegen vier ihren Verletzungen. Sie haben Dosen um den Bauch geschnallt und tragen Westen - offenbar um auch noch die Furcht vor einem Selbstmordanschlag zu wecken. Die Westen hätte sich später jedoch als harmlose Attrappen entpuppt. Zeugen berichten, sie hätten gehört, wie die Männer "Dies ist für Allah" gerufen haben. Sie gelten als mutmaßliche Täter.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des ersten Notrufs. Man müsse aber noch weiter ermitteln, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, erklärte Anti-Terror-Chef Rowley. Berichte in Sozialen zufolge soll einen Angreifer mit einem Messer und einer Schusswaffe in der Gegend gesichtet worden sein.

Sieben Menschen wurden noch am Tatort getötet.

5 Uhr: In einer Pressekonferenz teilt die Polizei mit, dass es sechs Tote und 20 Verletzte gebe. Bei der Attacke kommen laut Polizei mindestens sieben Menschen ums Leben, mindestens 30 Menschen werden verletzt.

Der nationale Gesundheitsdienst teilt mit, dass einige Krankenhäuser zum Schutz der Patienten abgeriegelt wurden. Unter den Verletzten ist auch ein Polizist.

Rettungskräfte helfen Verletzten nach dem Anschlag. Er soll als Erster zum Tatort geeilt sein.

May verschärfte nach einer Sitzung ihres Krisenkabinetts aber ihren Ton und verurteilte die "bösartige" Ideologie hinter den jüngsten Terrorattacken. Zuletzt wurde die Situation nach dem Anschlag in Manchester als "kritisch" gewertet. Es könne nicht zugelassen werden, dass Gewalt den demokratischen Prozess aufhalte.

May will entschieden gegen den islamischen Extremismus vorgehen: "Wir müssen viel stärker daran arbeiten, ihn aus dem öffentlichen Dienst und der Gesellschaft auszurotten".

Die britischen Parteien setzen ihren Wahlkampf.

Am kommenden Donnerstag wird ein neues britisches Parlament gewählt. Es werde aber noch etwas dauern, bis es Gewissheit gebe.

Auch eine eventuelle Zugehörigkeit zu bestimmten Terrororganisationen ist derzeit noch Spekulation. "Wir können und dürfen nicht so tun, als ob die Dinge so weiterlaufen könnten", sagte May am Sonntag in London. Die Polizei erklärte am Abend allerdings, sie sei "zunehmend zuversichtlich, dass diese Attacke von drei Individuen verübt" worden sei.

Zwölf Menschen wurden im Stadtteil Barkin in Gewahrsam genommen. Inwieweit sie in den Anschlag verwickelt waren, blieb zunächst unklar.

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