Terrorgefahr bei "Rock am Ring" - das sind die Reaktionen der Künstler

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Noch am Freitagabend wurde eine Presse-Konferenz durchgeführt. Viele hielten Plakate mit Aufschriften wie "Kein Platz für Terror", "Saufen gegen Terror" und "Kein Terror für Niemand" in die Höhe. "Wir freuen uns mit euch", gab die Polizei via Kurznachrichtendienst Twitter Entwarnung. Der Veranstalter kritisierte die Behörden.

Nürburg. Die zuständige Polizei in Koblenz teilte am Abend mit: "Hintergrund sind konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen ist". Drei Verdächtige aus Hessen, die Zugang zum Sicherheitsbereich des Festivals hatten, seien am Morgen freigelassen worden.

Bei einer Pressekonferenz am Samstagvormittag sagten Ermittler zum Grund der Unterbrechung, die Polizei habe drei Personen vorläufig festgenommen. "Erschwerend kam hinzu, dass die Namen auf den Backstage-Cards nicht mit den tatsächlichen Namen der überprüften Personen übereinstimmten". Bei mindestens einer Person habe es "Erkenntnisse zu islamistischem Terrorismus" gegeben, hieß es. Die Polizei lobte die Rockfans, die den Bereich an der Bühne sehr diszipliniert verlassen hätten.

Nach den Terrorwarnungen am Freitagabend hatte sich das Sicherheitskonzept als wirksam erwiesen, so die einstimmige Meinung von Polizeidirektor Gerd Bertram und den Lieberbergs.

Das dreitägige Festival hatte am Freitagnachmittag begonnen. Zehntausende Besucher mussten das Gelände verlassen. Ein Terroralarm hatte den Beginn der Veranstaltung am Freitagabend überschattet. Die Band Broilers, deren Auftritt von der Terrorwarnung unterbrochen wurde, spielt angeblich einen Auftritt mit verkürztem Set. Neben vielen Reaktionen der Festival-Besucher und des Veranstalters Marek Lieberberg äußerten sich bereits auch einige Musiker.

Der abgesagte Auftritt der deutschen Band Rammstein wird aus organisatorischen Gründen nicht nachgeholt.

► Innenexperte Patrick Sensburg (45, CDU) sagte kritisch zu BILD: "Die Äußerungen von Marek Lieberberg sind verantwortungslos". Rund 1200 Polizisten wurden an den Nürburgring geschickt. "Wenn das nicht ausreicht, um ein Gelände für sicher zu erklären, dann frage ich mich, warum ein Fußballspiel von Borussia Dortmund am folgenden Tag bei den Verdachtsmomenten hat stattfinden können". "Warum sind wir die Prügelknaben für die Situation?" Man dürfe keine Risiken zulassen. Dem werde nachgegangen. Aus Sicherheitsgründen werde das Festival unterbrochen. Für "Rock im Park" besteht übrigens keine Terrorgefahr, das Festival in Nürnberg wird fortgesetzt.

Einer der grössten Konzertveranstalter der Schweiz reagierte am Freitag.

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