Terroranschlag in London: Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff mit

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Wenige Stunden nach der Terrorattacke von London hat die Polizei laut Medienberichten mehrere Menschen festgenommen.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, rasten drei Männer mit einem Kleintransporter auf der zentralen London Bridge in Passanten und stachen dann im nahe gelegenen Touristen- und Vergnügungsviertel Borough Market mit Messern auf weitere Menschen ein.

• Die Verletzten Mindestens 48 Menschen werden verletzt. Laut neuesten Angaben der Behörden sind unter den Schwerverletzten auch zwei Polizeibeamte.

Die drei mutmasslichen Angreifer wurden nach Polizeiangaben erschossen. Die Zugriffe seien im Osten der britischen Hauptstadt erfolgt, teilte die Polizei in London am Sonntag mit.

Bislang hat sich niemand zum Anschlag bekannt. Jedoch verwies Rita Katz, Direktorin der auf jihadistische Propaganda spezialisierten Site Intelligence Group, darauf, dass Anhänger der IS-Terrorgruppe den Anschlag in ihren Foren und Chat-Kanälen feierten und den IS hinter der Tat vermuteten.

Laut Polizeiangaben fuhr am Samstagabend zunächst ein Lieferwagen auf der London Bridge in eine Gruppe von Fußgängern. Das Auto sei dann weiter zum nur wenige hundert Meter entfernten Borough Market gefahren.

Zunächst hatte es geheißen, die mutmaßlichen Täter seien bereits auf der London Bridge aus dem Fahrzeug gesprungen und hätten verletzte Personen mit Messern attackiert. Die Attentäter hätten Westen getragen, die so aussahen, als würden sie Sprengstoff enthalten. Die Westen entpuppen sich später jedoch als harmlose Attrappen.

Der Anschlag ereignete sich wenige Minuten nach dem Ende des Champions-League-Finals zwischen Real Madrid und Juventus Turin. Umsäumt von Pubs und kleinen Restaurants ist der Borough Market auch bei Einheimischen ein beliebter Treffpunkt.

Mindestens sechs Menschen werden von den Angreifern getötet.

Die drei Täter wurden von der Polizei erschossen. Man müsse aber noch weitere Ermittlungen durchführen, um dies mit hundertprozentiger Sicherheit sagen zu können, erklärte Großbritanniens Anti-Terror-Chef Mark Rowley. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und die Gegend zu meiden. Sie sperrte grosse Areale in der Stadt weiträumig ab. Wegen des Anschlags setzten fast alle Parteien ihren Wahlkampf aus, nur die rechtspopulistische UKIP schloss sich dem nicht an. Der Entscheidung schlossen sich unter anderem die Liberaldemokraten sowie die Schottische Nationalpartei (SNP), die drittgrösste Fraktion im derzeitigen Parlament, an. Die Parlamentswahl am Donnerstag soll wie geplant stattfinden. "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit", erklärte Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien". Die Eliteeinheit untersteht dem Kommando des Innenministeriums, und ist speziell dafür ausgebildet, bei Anschlägen Terroristen auszuschalten. So könnten sie zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern liessen.

Die drei jüngsten Anschläge in Großbritannien sind nach Einschätzung von May nicht direkt miteinander verknüpft.

• Die Reaktion des IS Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat zunächst nicht für sich.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte ein Selbstmordattentäter nach einem Konzert des Teenie-Stars Ariana Grande in Manchester mit einer Bombe 22 Menschen in den Tod gerissen. 116 Menschen wurden verletzt.

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