Frankfurt/Main: Dax knapp im Plus

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Der erhoffte Dax-Ausbruch DE0008469008 über die Marke von 12 700 Punkten lässt weiter auf sich warten. Zudem könnten die mäßigen US-Arbeitsmarktdaten die amerikanische Notenbank von einer zu schnellen Normalisierung der Geldpolitik abhalten.

Auch für die zweite deutsche Börsenreihe begann der Freitag mit Gewinnen: Seine anhaltende Rekordjagd führte den MDax der mittelgroßen Unternehmen erstmals über die Marke von 25 600 Punkten - zuletzt stand er mit plus 0,51 Prozent bei 25 593,67 Zählern unweit darunter.

Frankfurt."Jetzt hat der Dax die Chance, in Richtung 13 000 Punkte durchzustarten", schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Am Nachmittag sorgte allerdings ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten für einen kleinen Dämpfer. Der Technologiewerte-Index TecDax schoss kurz über 2300 Punkte, zuletzt stand er mit plus 0,45 Prozent auf 2299,66 Zähler unweit darunter. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,74 Prozent auf 3593,54 Punkte. Auch in den nationalen Indizes Frankreichs und Großbritanniens sowie im US-Leitindex Dow Jones Industrial, die ebenfalls schwächelten, standen Bankenaktien überwiegend unter Druck.

Zu den Favoriten der Anleger gehörten die zuletzt schwächelnden Titel aus der Autobranche: An der DAX-Spitze ging es für BMW um 1,96 Prozent hoch.

Anteilscheine des Gasekonzerns Linde stiegen um 1,82 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 141,95 Punkte. Hier belasteten unter anderem die schwachen Bankenwerte, nachdem die Analysten der Deutschen Bank Anlegern empfohlen hatten, die Branche im Portfolio unterzugewichten.

Für die Titel der Lufthansa ging es dank einer Kaufempfehlung der britischen Investmentbank HSBC um weitere 1,86 Prozent auf 17,775 Euro hoch - bei 17,870 Euro erreichten sie den höchsten Stand seit rund drei Jahren.

Im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386 stachen die Aktien des Hamburger Hafenbetreibers HHLA DE000A0S8488 mit plus 5,75 Prozent heraus.

Kaum negative Kursauswirkungen hatte indes die Ankündigung der USA, sich aus dem Klimaabkommen zurückzuziehen: Die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex notierten moderat im Minus.

Damit setzt sich der lethargische Handel der vergangenen Tage fort.

Lanxess-Anteilscheine legten nach dem Kursfeuerwerk vom Vortag nicht dauerhaft weiter zu: Nachdem sie mit 69,18 Euro zwischenzeitlich so viel kosteten wie seit Februar 2013 nicht mehr, behaupteten sie zum Schluss nur einen Aufschlag von 0,15 Prozent auf 67,58 Euro. Ein Grund dafür könnte das zuletzt bekannt gewordene Interesse aus Indien am insolventen Konkurrenten Solarworld sein - dessen in keinem wichtigen Index mehr gelisteten Aktien schossen um knapp die Hälfte nach oben auf 1,280 Euro.

Aktien von S&T gewannen an der TecDax-Spitze 3,43 Prozent. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1217 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8915 Euro gekostet.

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