Sellering tritt von allen Ämtern wegen Krebserkrankung zurück

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SPD-Chef Martin Schulz zollte Sellering "großen Respekt" für seinen Rücktritt.

Der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Sellering, tritt von allen Ämtern zurück. Er habe Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig als Nachfolgerin vorgeschlagen - als Regierungschefin ebenso wie als SPD-Landesparteichefin.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll SPD-Generalsekretärin Barley neue Bundesfamilienministerin werden.

Die SPD hat bestürzt auf den Rücktritt von Sellering reagiert. Er werde daher auch sein Amt als SPD-Landeschef aufgeben, teilte der 67-Jährige in Schwerin mit. Schwesig gilt als das große politische Talent aus dem Nordosten.

Eine Einschätzung unserer Landeskorrespondentin in Schwerin können Sie hier hören.

Er selbst müsse sich nun darauf konzentrieren, "wie ich mit dieser Krankheit fertig werde", sagte Sellering weiter.

Es handelt sich, wie aus einer persönlichen Erklärung Sellerings hervorgeht, die auf der Website des Ministerpräsidenten veröffentlicht ist, um eine Lymphdrüsen-Krebserkrankung, die eine massive Therapie erfordere. Sellering sei "die Entscheidung nicht leicht gefallen, im Gegenteil", sagte Schulz am Dienstag in Berlin. Grund: eine Krebserkrankung. Als Nachfolgerin schlägt er Familienministerin Manuela Schwesig vor. Man werde daran erinnert, wie verletzlich Menschen seien, sagte Parteichef Schulz.

Der neue Generalsekretär Hubertus Heil kennt seine künftige Aufgabe von früher: Bereits von November 2005 an hatte er vier Jahre lang die Parteizentrale gemanagt, in einer Zeit, als die Sozialdemokraten Juniorpartner in der ersten Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) waren.

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