Nach Vettel-Sieg: Die Lehren aus dem Großen Preis von Monaco

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In Barcelona spielte Valtteri Bottas den Bremsklotz für Sebastian Vettel. Doch auch dank der Boxenstrategie durfte am Sonntag nicht Pole-Position-Mann Kimi Räikkönen, sondern WM-Leader Sebastian Vettel die Glückwunsche des Fürstenpaares entgegennehmen. Der enge Strassenkurs bietet bekanntermassen keine Möglichkeiten zum Überholen. "Sicher werden sie ihre Gründe dafür haben", sagte Räikkönen zur Taktik des Rennstalls.

Der viermalige Weltmeister fuhr Zeiten im mittleren bis niedrigen Bereich von 1:15 Minuten, Räikkönen musste die neuen Pneus erst auf Temperatur bringen und sich von 1:16 Minuten erst in Vettels Bereich steigern. Womöglich droht ihm für den Großen Preis von Kanada sogar noch eine nachträgliche Strafe. Damals stand er noch in Diensten von McLaren. Der Deutsche sorgte zusammen mit Räikkönen für den ersten Doppelerfolg für Ferrari in der Formel 1 seit fast sieben Jahren. Felipe Massa (Brasilien) - Williams 20; 10. "Sie machen alles dafür, um sicherzustellen, dass Sebastian das Beste aus allen Wochenenden bekommt".

Wie befürchtet muss das Duo des Teams Sauber das Rennen von ganz hinten aufnehmen. Für Pascal Wehrlein endete der Arbeitstag mit einem Schreckmoment. Nur wer seinem Auto vertraut, der rast mit Tempo 290 durch den Tunnel unter dem Hotel Fairmont; nur wer daran glaubt, dass die Technik unter dem eigenen Sitz nicht auseinanderfällt, der beschleunigt frohgemut aus der 180-Grad-Kurve La Rascasse. Es ist zwar der zweite Platz, aber es fühlt sich nicht sonderlich gut an. Für den Belgier, der ohne den Unfall im Finale mit den besten zehn hätte mittun dürfen, war es die Strafe für die vom Belgier verschuldete Kollision mit Felipe Massa im Grand Prix von Spanien.

Zweites heisses Gerücht in Monte Carlo: Es ist nicht nur glasklar, welch vorzügliches Rennauto Ferrari 2017 gebaut hat.

Nico Rosberg, der Weltmeister, der in Monaco die Siegerinterviews führte, konnte den Frust von Kimi Räikkönen nachvollziehen: "Ich kenne das Gefühl, wie es ist, gegen seinen Teamkollegen zu verlieren". Die größte Spannung bot allmählich die Frage, ob Ferrari sich zu einer Stallorder zugunsten Vettels würde hinreißen lassen. Platz zwei gegen Bottas im Mercedes und die folgenden Rivalen konnte er aber problemlos verteidigen. Daniel Ricciardo (Australien) - Red Bull +3,745; 4. 6 Carlos Sainz (ESP), Toro Rosso-Renault, 0,984. Sergio Perez (Mexiko) - Force India +39,089; 14. Romain Grosjean (8.) und Kevin Magnussen (10.) fuhren beide in die Punkte. Der Mexikaner verursachte kurz vor Schluss eine Kollision mit Daniil Kwjat. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +21,443; 11. Auch sein Teamkollege Stoffel Vandoorne sah das Ziel nicht, somit erlebte McLaren-Honda erneut eine Enttäuschung.

Fieberhaft suchen die Ingenieure nach einer Lösung für das Dilemma, zumal die nächsten drei Strecken in Montréal, Baku und Spielberg ähnliche Eigenschaften aufweisen wie Hamiltons bisherige Problempisten. Auch Felipe Massa strich auf Rang neun zwei Punkte für Williams ein. Schon nach dem Qualifying am Samstag war die Laune frostig gewesen bei Mercedes.

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