"Germans are very bad" Donald Trumps bizarres Verhältnis zu Deutschland

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Weiter sagte Juncker, man wolle beim G7-Gipfel Brücken und keine Mauern bauen.

Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an Deutschlands Handelsüberschuss haben der Verband der Automobilindustrie und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Branche verteidigt. "Er hat gesagt, wir haben ein Problem mit den Deutschen", sagt Juncker. Die Atmosphäre des Gesprächs hinter verschlossenen Türen sei vielmehr konstruktiv gewesen.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Junker habe bei dem Treffen dem US-Präsidenten widersprochen, berichtete der Spiegel weiter. Das ist jedoch auch ein Widerspruch zur Aussage Junckers, der den Wortlaut ja bestätigt hatte und nur die Übersetzung als problematisch bezeichnet hatte. Aber 'bad' heißt nicht böse. Berichte, der US-Präsident habe von "schlechten Deutschen" gesprochen, seien falsch. "Er hat gesagt, wir haben ein Problem". Trump habe darauf verwiesen, dass sein Vater aus Deutschland stamme. Trumps jüngste Äußerung über den Exportüberschuss der Bundesrepublik kommentierte der Regierungssprecher auf Nachfrage jedoch nicht konkret. "Ich will nicht Teil dieser neuen politischen Kultur des ständigen Durchstechens sein", sagte er auf dem Gipfel.

Tusk kritisierte in Taormina seinerseits, dass die Zitate aus dem Gespräch überhaupt ihren Weg in die Medien fanden: "Mein Eindruck ist, dass die Diplomatie heutzutage eher professionelle Klempner als indiskrete Diplomaten braucht", sagte er.

Donald Trump war am Donnerstag bei EU-Kommisisonschef Jean-Claude Juncker in Brüssel. Er gab vor dem G7-Gipfel in Taormina auch indirekt wieder, dass die Worte "the Germans are bad" ("die Deutschen sind schlecht") gefallen seien.

"Die Deutschen sind böse, sehr böse".

Vor einem Restaurant in der Altstadt trifft Spicer zufällig eine Gruppe deutscher Journalisten, darunter auch Handelsblatt-Politikchef Thomas Sigmund. Trumps kolportierte Worte haben ihre Wirkung längst entfaltet.

Der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, Gary Cohn, mahnte vor dem G7-Gipfel faire Handelsregeln an. Nach dem Nato-Gipfel musste Generalsekretär Jens Stoltenberg als eine Art Sprachrohr herhalten und Trumps harsche Abkanzelung an die Verbündeten erklären. Freier Handel nutze allen, sagte der Kommissionschef demnach.

Der "Spiegel" zitierte Trump laut Teilnehmern weiter mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen". Am Sitz der Verteidigungsallianz mussten sich die wie Schulkinder aufgereihten Nato-Partner eine Strafpredigt Trumps anhören, was sie dem Bündnis angeblich an Militärausgaben schuldeten. Aber das Ungleichgewicht im deutsch-amerikanischen Handel finde er nun mal unfair. Es ist ein Thema, bei dem Trump mehr Engagement sehen will. Die echten Probleme des Militärbündnisses schwelen weiter - allen voran der Streit zwischen Berlin und Ankara über die verweigerten Besuchsrechte von Bundestagsabgeordneten auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, wo deutsche Soldaten Dienst versehen.

Taormina. Als sich Donald Trump auf dem US-Stützpunkt Sigonella auf Sizilien von amerikanischen Soldaten verabschiedet, spricht er von "großartigen Beziehungen", die sein Land zu anderen Staaten habe.

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