"Very bad": Wie Trump mit seiner Wortwahl die Deutschen verärgert

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Die geplante Erhöhung der deutschen Verteidigungsausgaben sei ausreichend, sagte sie - auch wenn die Zwei-Prozent-Marke nicht erreicht wird.

EU-Ratspräsident Donald Tusk wollte die Äußerung Trumps gar nicht kommentieren. Keine 24 Stunden ist es her, dass aus seinem Gespräch von Trump mit der EU-Spitze für Deutschland unangenehme Details in die Öffentlichkeit geraten sind, die erst einmal wieder für Irritationen sorgten. Die montenegrinische Zeitung "Vijesti" schrieb, dass Trump wohl nicht gewollt habe, dass jemand seine Präsenz auf dem Gipfel in den Schatten stellt.

Trotzdem kamen die Nato-Verbündeten Trump entgegen, indem sie zwei seiner Forderungen erfüllten: Sie billigten den formalen Beitritt der Nato zur Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Ein Zitat Trumps wurde in deutscher Übersetzung so wiedergegeben: "Die Deutschen sind böse, sehr böse". "Die Nato-Mitglieder müssen endlich ihren gerechten Anteil beitragen und ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen", sagte Trump. Der neue französische Präsident Emmanuel Macron tut das auch.

Der US-Präsident habe kein Problem mit den Deutschen, aber mit dem deutschen Handelsüberschuss. Freier Handel nutze allen, sagte der Kommissionschef demnach.

Die US-Regierung fühle sich der gemeinsamen Verteidigung verpflichtet, sagte Stoltenberg nach dem Abschluss des Spitzentreffens der Staats- und Regierungschefs des Bündnisses in Brüssel.

Die größte Unsicherheit besteht aber, wie Trump sich beim Klimaschutz verhalten wird. Die EU jedoch wird sich schwertun mit der Dominanz, die Trump für sich in der Welt beansprucht und der er alle anderen unterwirft. Normalerweise würde ein G7-Gipfel nun das Pariser Abkommen bekräftigen.

Der Auftritt von Obama mit Merkel am Donnerstag beim Evangelischen Kirchentag in Berlin erinnerte da an andere Zeiten.

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