Attentäter von Manchester war "wahrscheinlich" in Syrien

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Wurden wichtige Erkenntnisse durchgestochen? Auch hielt sich der Attentäter wenige Tage vor dem Anschlag in Deutschland auf.

Nach Informationen des Senders war Abedi nicht im sogenannten Schengen-Informations-System (SIS) registriert, also auch nicht zur Fahndung oder zur Meldung seiner Reiseaktivitäten ausgeschrieben.

Premierministerin Theresa May kündigte am Donnerstag an, sie wolle US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Treffens in Brüssel persönlich zur Rede stellen. Er war den britischen Sicherheitsbehörden bekannt, wie Großbritanniens Innenministerin Amber Rudd sagte. Das berichtet unter anderem der britische "Guardian".

Der Name des Attentäters war am Dienstag zuerst in US-Medien aufgetaucht.

Nach einem Großeinsatz in Manchester hat die Polizei Entwarnung gegeben.

Die Ermittler machen den 22-jährigen Salman Abedi, einen Briten libyscher Abstammung, für den Anschlag auf das Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande verantwortlich.

Bei dem Anschlag starben am Montag 22 Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche.

Reaktion auf den Anschlag von Manchester: Das Militär unterstützt ab sofort die Polizei in Grossbritannien. Der 22-Jährige war dem britischen Geheimdienst bekannt, wie Innenministerin Rudd sagte. Das werfe Fragen darüber auf, was diese mit den Informationen gemacht hätten. Die Polizei sprach am Mittwoch von einem Netzwerk. Außerdem wurden der Bruder und der Vater des mutmaßlichen Attentäters in Libyen festgenommen. Der Mann sei in Libyen festgenommen worden und habe eingeräumt, zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu gehören, informierten die Spezialkräfte am Mittwochabend auf ihrer Facebookseite. Er sei Mitte April ausgereist, danach aber mit seinem Bruder in Manchester in ständigem Kontakt gewesen. Ebenso wuchsen etwa die IS-Sympathisantin Safia S., die Angreifer auf einen Sikh-Tempel in Essen und der Attentäter vom Frankfurter Flughafen, Arid Uka, in Deutschland auf. Zuvor habe er offenbar eine paramilitärische Ausbildung in Syrien durchlaufen; dies habe Scotland Yard dem Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt, berichtete der "Focus". Laut Premierministerin Theresa May ist das eine "angemessene und vernünftige Antwort" auf den Anschlag von Manchester.

Die aktuelle "kritische" Alarmstufe dürfte in den Städten sichtbar werden: 1000 Soldaten helfen den Polizeikräften im Rahmen der Operation Temperer. Polizei und Armee rückten aus, die Gegend wurde weiträumig abgesperrt, das Paket stellte sich aber als harmlos heraus.

Zu dem mutmaßlichen Attentäter gab Ermittler Ian Hopkins vorerst keine weiteren Details bekannt. Wie die staatliche britische Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) am Donnerstag mitteilte, wurden nach der Attacke vom Montag insgesamt 116 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert.

Königin Elizabeth II. besuchte am Donnerstag ein Kinderkrankenhaus, in dem mehrere Opfer behandelt werden. Die Familie lebte lange in der nordenglischen Stadt.

Wegen des Terrorakts ist die Berliner Polizei beim Evangelischen Kirchentag und dem DFB-Pokalendspiel am Samstag besonders wachsam.

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