Vettel mit Problemen im Spanien-Training

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MAX VERSTAPPEN: Der Sensationssieger des Vorjahres gibt sich realistisch. "Ich bin sehr glücklich mit dem, was wir bisher erreicht haben", sagte Vettel. Aber der Brite hat durch die Poleposition gute Chancen, den Abstand zu verkürzen. So bald wir aber alleine waren, ist er an mir vorbeigeflogen. In Runde 35 täuschten sowohl Ferrari als auch Mercedes einen Boxenstopp an - und erst in Runde 36 kam Hamilton tatsächlich rein (von Medium auf Soft).

Montmelo. Manche sagen, auf dem 4,655 Kilometer langen Circuit de Catalunya sei es schwieriger zu überholen als im Straßengewirr von Monaco. "Ich konzentriere mich nur darauf, Rennen zu gewinnen". Für den Briten war es die dritte Pole in Spanien und die 64. seiner Karriere. Bemerkenswert ist jedoch auch, dass in den letzten zehn Jahren zehn verschiedene Fahrer in Barcelona gewannen, darunter die noch aktiven Vettel (2011), Hamilton (2014), Fernando Alonso (2013), Kimi Räikkönen (2008) und Vorjahressieger Max Verstappen. So musste der neue Motor durch das Aggregat ersetzt werden, das in den ersten vier Rennen Bottas Auto angetrieben hatte. Bei seinem Heim-GP in Spanien aber stellte der zweifache Weltmeister den McLaren sensationell auf Startplatz sieben, nach einem Rad-an-Rad-Duell mit Felipe Massa (Williams) und Umweg übers Kiesbett wurde es am Ende Rang zwölf. Die anderen beiden Deutschen Nico Hülkenberg und Pascal Wehrlein trumpfte ebenfalls groß auf.

Natürlich konnte jetzt auch Vettel wieder die Geschwindigkeit erhöhen - doch in der Zwischenzeit hatte er eine langsame halbe Runde unter VSC-Bedingungen fahren müssen. Räikkönen hatte mit einem Crash in der ersten Kurve Pech und liegt in der WM weit zurück. Hamilton folgte erst sieben Umläufe später.

Bottas übernahm nun die Führung. Am Boxenausgang treffen Vettel und Hamilton aufeinander und es kommt zur Berührung beider Autos.

Beispiel: Als Vettel in Barcelona in Runde 38 nach seinem zweiten Reifenwechsel auf die Strecke zurückkam, verteidigte er mit einem harten Manöver seine Führungsposition gegen Hamilton. Das ist vor allem den beiden Giganten Hamilton und Vettel sowie ihren Teams zu verdanken. Dennoch musste Hamilton an seine Grenzen gehen, um nach verschlafenem Start seinen zweiten Barcelona-Sieg zu holen. Etwas später konnte Vettel dem Druck seines von Ehrgeiz gepackten Verfolgers nicht mehr standhalten.

SPORT1 erklärt die geniale Falle von Mercedes, in die Ferrari sorglos hineintappte. "So soll Rennsport sein, so eng, wie es diesmal war", freute sich Lewis Hamilton, "Sebastian war richtig schnell und unglaublich nah dran". Doch der Mann aus Stevenage gab sich keine Blöße mehr und feierte vor Vettel seinen zweiten Saisonsieg. Runde niederkämpfte. "Das war ein Kampf der zwei besten Fahrer, und zum Glück hat mein Lewis die Nase vorn behalten", sagt Lauda nicht ohne Stolz.

"The Independent": "Sowohl Lewis Hamilton als auch Sebastian Vettel haben betont, dass Kleinigkeiten über das Schicksal der Weltmeisterschaft 2017 entscheiden". Esteban Ocon (FRA), Force India-Mercedes. 6. Esteban Ocon (Frankreich) - Force India + 1 Rd.; 6.

Endlich wieder einmal Freudenstimmung herrschte im Lager von Sauber-Ferrari: Pascal Wehrlein wurde dank einer mutigen Strategie Achter. Nach hinten hatte er über eine Minute Luft auf den drittplatzierten Daniel Ricciardo.

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