Mehr als nur Öko und Bio

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Die Kernbotschaft sei in Nordrhein-Westfalen nicht angekommen. Die "Verbindung von Ökologie und Ökonomie" sei in NRW nicht als Zukunftsperspektive verstanden worden, sagte die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, gestern in Berlin. "Das wollen wir, das müssen wir deutlich machen, da geht es um die Jobs der Automobilindustrie".

Als Konsequenz aus ihrem schlechten Abschneiden wollen die Grünen auch beim Thema Sicherheit ihr Profil schärfen. Im Wahlkampf habe außerdem die Sicherheitsfrage eine große Rolle gespielt, auch für Grünen-Wähler. Und wir werden uns bei unseren Überzeugungen und dem, was wir den Wählerinnen und Wählern anbieten, konzentrieren und fokussieren. Das Thema werde zwar nicht Kernthema des grünen Wahlkampfes, dürfe aber nicht ignoriert werden. Und in bestimmten Fragen werde sie selbst auch stärker den Angriff suchen, kündigt Göring-Eckardt an - auch wenn sie sich als Person nicht verbiegen werde.

Die Grünen haben sich nach der verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen vorgenommen, entschiedener gegen ihr Image als wirtschaftsfeindliche Ökopartei kämpfen. "Wenn wir uns die Wahlergebnisse der vergangenen Monate ansehen, können wir nicht sagen, es gibt nur diese eine Wunschkoalition", erklärte Göring-Eckardt im Fernsehsender phoenix (Sonntag, 14. Mai). "Es geht nicht darum mit wem, sondern es geht darum wofür", war Göring-Eckhardt überzeugt.

Welche konkreten Maßnahmen im Bereich der Sicherheitspolitik ins Auge gefasst werden könnten, ließ die Spitzenkandidatin offen.

Eine Woche zuvor in Schleswig-Holstein hatten die Grünen dagegen mit Habeck an der Spitze 12,9 Prozent der Stimmen erreicht. Nach der Bundestagswahl 2013 galt bei den Grünen eigentlich der Lehrsatz, bis auf die AfD Bündnisse mit keiner Partei auszuschließen.

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