Medien | ARD-Verantwortlicher schließt Rückzug vom ESC aus

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Das war nix. Zwar landete Deutschland nicht wie in den vergangenen zwei Jahren auf dem letzten, jedoch auf dem vorletzten Platz.

Mit "Yodel It!" wurden Ilinca und Alex Floreas aus Rumänien Siebte. Sängerin Levina holte nur sechs magere Punkte. Sie erhielt je drei Punkte in der Jurywertung (aus Irland) und durch das Zuschauervotum (aus der Schweiz). Nur eine fade Surfer-Nummer aus Spanien schneidet noch schlechter ab.

Levina standen die Tränen am Finalabend im Gesicht. Drei Punkte kamen aus Irland, drei von den Zuschauern. Dann lächelt sie wieder.

"Außerdem sind wir nicht Letzter geworden, sondern Vorletzter", versuchte Levina aus dem Debakel noch das Positive herauszuziehen. Der Australier Isaiah schaffte mit "Don't Come Easy" den neunten Platz. Das Extravagante fehlt in Kiew im Finale vollkommen. Zu sehen sind vor allem: Drama in weißen, brautähnlichen Kleidchen, lange Frauenbeine und strenge Choreografien aus dem Mittelmeerraum. Es soll sich dabei um den bekannten Ex-Journalisten Vitali Sedjuk handeln, wie ukrainische Medien berichten. Der große ESC-Skandal ist bereits Wochen vor der Glitzerveranstaltung ausgetragen worden - Russland ist nach einem diplomatischen Streit ausgestiegen. Dass Moskau aber mit einer Art Trojanischem Pferd trotzdem irgendwie teilnimmt, nehmen die Zuschauer nur am Rande wahr. Die Sänger aus Australien, Belgien und Bulgarien sind gerade mal 17 Jahre alt, Kostov gar der erste Teilnehmer überhaupt, der im 21. Jahrhundert geboren wurde. Ob jugendliche Albernheit oder aus Solidarität zu der gesperrten russischen Künstlerin Julia Samoilowa: Der 17-Jährige kündigt einem russischem Fernsehteam an: "Im Falle eines Sieges zertrümmere ich euch die gläserne Siegestrophäe!" Sieger wurde Salvador Sobral aus Portugal mit "Amar pelos dois". Zudem nutzten die Länder vermehrt ihre Muttersprache in ihren Liedern: Weißrussland zeigt heimischen Folk-Rock, Ungarn lässt einen Roma rappen, Francesco Gabbani bringt Italo-Charme auf die Bühne.

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