Esc-Wettbewerb: Sieger setzt auf Magie der Poesie

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Mit dem Titel "Amar Pelos Dois" hat Salvador Sobral aus Portugal den Eurovision Song Contest 2017 gewonnen.

Portugal wurde von den internationalen Fachjurys eindeutig auf Platz 1 des Feldes beim Finale des Eurovision Song Contest 2017 gewählt - gefolgt von Bulgarien und Schweden.

Salvador Sobral indes konnte sowohl bei Jury als auch dem Publikum punkten - beide Stimmen zählen je 50 Prozent. Die deutsche Kandidatin Levina landete unter den 26 Finalisten auf dem vorletzten Platz.

Anders als Ann Sophie 2015 in Wien und Jamie-Lee 2016 in Stockholm bleibt immerhin der allerletzte Platz erspart, Levina schrammt mit sechs Punkten nur knapp daran vorbei. Aber ich bedanke mich auch bei Irland - die haben uns ja schon 3 Punkte gegeben.

Die Ukraine erhielt nur 36 Punkte und war auf Platz 24. Komponistin der Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" ist seine Schwester, die den Song zum Schluss der grossen Live-Show gemeinsam mit ihrem Bruder sang. Die Schlusshut des heurigen Bewerbs bildet hingegen Spanien, erreichte Manel Navarro im offenen Hawaiihemd mit seiner banalen Ballermannnummer "Do It for Your Lover" doch lediglich 5 Punkte in Summe. Der lange Zeit als Favorit gehandelte Italiener Francesco Gabbani ("Occidentali's Karma") tanzte mit jemandem im Gorilla-Kostüm auf der Bühne. "Ich weiß es leider nicht", sagt Levina. Gute Laune verbreitete Rumänien mit einer Jodel-Einlage. Er selbst nennt als Vorbild Jazzlegende Chet Baker und trat während der Vorbereitung unter anderem in einer Jazzbar als Überraschungsgast auf. "Danke an das Team, das den ESC auf die Beine gestellt hat, und Danke an die Menschen in Kiew, die herzliche Gastgeber waren", äußerte sich Thomas Schreiber, als Unterhaltungskoordinator der ARD für den Eurovision Song Contest zuständig, am Tag nach dem Wettbewerb. Auch in der Gastgeberstadt Kiew gab es eine riesige Fanmeile. Bei den Wertungen zeigten sich deutliche Unterschiede im Geschmack der Jury und des Publikums. Seit Lenas Sieg mit "Satellite" 2010 ist Deutschland beim ESC viel Kummer gewohnt. Der russischen Kandidatin Julia Samoilowa wurde wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise in die Ukraine verwehrt.

Zugleich sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko am Abend kurzfristig seinen Finalbesuch ab, nachdem es in der Ostukraine zu einem blutigen Anschlag gekommen war. Die 12 deutschen Jurypunkte - bekanntgegeben von Barbara Schöneberger von der Hamburger Reeperbahn - gingen an Norwegen.

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