Anleger nach Dax-Rekord wieder vorsichtig

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Der TecDax DE0007203275 gewann 0,23 Prozent auf 2215,57 Zähler, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 um 0,30 Prozent nachgab.

"Die schwindende politische Unsicherheit macht die Börsen in Europa für weltweites Kapital wieder attraktiv".

Der MDax stieg am Dienstag bis zum Nachmittag um 0,41 Prozent auf 25 204,16 Zähler. Der britische FTSE 100 trat auf der Stelle, während es zeitgleich an der Wall Street und den Nasdaq-Börsen moderat abwärts ging. Der TecDax gewann 0,54 Prozent auf 2146,14 Punkte. Experten des Börsenstatistik-Magazins "Index-Radar" sehen inzwischen eine Überhitzung. Ob nun aus der einsetzenden Vorsicht der Anleger eine längere Abwärtsbewegung resultiere oder es schon bald mit dem alten Tempo weiter nach oben gehe, bleibe abzuwarten.

Aus dem Dax stehen die Deutsche Telekom, die Deutsche Post, Henkel und ProSiebenSat.1 mit ihren Bilanzen im Fokus, wobei vor allem die Papiere der Post und von ProSiebenSat.1 deutliche Kursverluste verzeichneten.

Besonders kräftige Kursausschläge waren im Dax bei den Aktien von ProSiebenSat.1 und der Post zu beobachten. So kam bei den Börsianern nicht gut an, dass das Management von ProSieben das Wachstum des TV-Werbemarktes etwas skeptischer einschätzt als bisher. Zudem veröffentlichten zahlreiche MDax- und TecDax-Mitglieder ihre Geschäftsberichte. Für die Papiere des Essener Industrie- und Stahlkonzerns ging es am Dax-Ende um 4,06 Prozent nach unten, obwohl die operativen Ergebnisziele für das Geschäftsjahr erhöht wurden.

Zudem legten die Aktien von SMA Solar am Nachmittag nach einem Bericht in einem Börsenmagazin über einen möglichen Rückzug von der Börse spürbar zu und schlossen 2,63 Prozent höher. Sehr schwach präsentierten sich indes die Nordex-Papiere mit einem Minus von mehr als fast 5 Prozent. Analyst David Vos von der Bank Barclays nannte den Auftragseingang des Windkraftanlagenherstellers eine schwere Enttäuschung. Die Telekom-Aktien verloren nach unspektakulären Zahlen 0,83 Prozent. Um rund 65 Prozent brachen außerhalb der wichtigen Indizes die Anteilscheine von SolarWorld ein, nachdem Deutschlands größter Solarhersteller Insolvenz angemeldet hatte. Sie kletterten zuletzt um mehr als zweieinhalb Prozent.

Der Energiekonzern Eon verdiente hingegen im ersten Quartal deutlich weniger als im Vorjahr, bekräftigte aber die Jahresziele. Im DAX ist dies der Fall bei den Papieren von Linde, E.ON, SAP, Volkswagen und HeidelbergCement.

Das entspricht einem Plus von 0,24 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Freitag. Der Rentenindex Rex DE0008469107 fiel um 0,02 Prozent auf 141,18 Punkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0876 (Donnerstag: 1,0860) US-Dollar festgesetzt.

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