Russland und Saudi-Arabien begrenzen Ölförderung weiter

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Es sei notwendig geworden, die vereinbarte Kürzung der Fördermenge zu verlängern, meinte der saudische Ölminister.

Die wichtigen Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland wollen eine seit Beginn des Jahres gültige Kürzung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise zeitlich deutlich ausweiten. Die eventuelle Verlängerung soll dann beim Ministertreffen des Überwachungsausschusses am 24. Mai und beim Treffen der OPEC-Länder und Nicht-Mitglieder am 25. Mai erörtert werden.

Für Bewegung sorgten Aussagen der Energieminister von Russland und Saudi-Arabien bei einer Pressekonferenz in Peking. Doch diese stiegen in den ersten Monaten dieses Jahres nicht weit über die Marke von 50 Dollar je Barrel. Sie hatte zeitweise einen starken Anstieg der Ölpreise zur Folge, da mit einer langsam steigenden Nachfrage auf Grund der sich erholenden Weltwirtschaft gerechnet wird. Experten rechnen nun mit einem langsam weiter steigenden Ölpreis - wobei auch die USA ihr Angebot durch Fracking wieder hochfahren. Laut jüngsten Daten der US-Regierung vom vergangenen Mittwoch hat die landesweite Ölproduktion den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht. "Saudi-Arabien scheint entschlossen zu sein, die Ölpreise mit dieser gemeinsamen Erklärung in die Höhe zu treiben", zitierte die Nachrichtenagentur Reuters den Geschäftsführer Oystein Berentsen von der Ölhandelsgesellschaft Strong Pertoleum. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli stieg zuletzt um 74 Cent oder 1,46 Prozent auf 51,58 US-Dollar. Ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostet 48,90 Dollar.

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