Aktien Frankfurt: Moderate Verluste bei unter Volldampf laufender Berichtssaison

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Der MDax stieg am Dienstag bis zum Nachmittag um 0,41 Prozent auf 25 204,16 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,39 Prozent auf 3637,52 Punkte hoch und auch in Paris und London stiegen die Kurse.

Die Experten vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar verwiesen für den schwächelnden DAX zudem auf die knapp 800 Punkte starke Rally nach dem Zwischentief des Leitindex im April. Ob daraus eine längere Korrektur werde oder es schon bald mit dem alten Tempo weiter nach oben gehe, bleibe abzuwarten. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 141,09 Punkte.

Derweil lief die Berichtssaison unter anderem mit den Quartalsbilanzen der Deutschen Post, der Deutschen Telekom, von ProSiebenSat.1 und Henkel weiter.

Besonders kräftige Kursausschläge waren im Dax bei den Aktien der Post und von ProSiebenSat.1 zu beobachten.

Mit plus 2,39 Prozent waren die Aktien der Commerzbank Spitzenwert im Leitindex und bauten damit ihre starken Gewinne der vergangenen sechs Monate noch etwas weiter aus. Eine starke Nachfrage in Europa und eine Erholung in den USA hatten Brenntag zwar im ersten Quartal zu einem überraschend hohen Überschuss verholfen, doch beim um Sonderposten bereinigten operativen Ergebnis hatten Experten auf mehr gehofft. So ging es für die Anteile des Münchener Medienkonzerns am Dax-Ende um mehr als fünf Prozent abwärts. So kam bei den Börsianern nicht gut an, dass das Management von ProSieben das Wachstum des TV-Werbemarktes etwas skeptischer einschätzt als bisher. Die Aktien zeigten sich vorbörslich auf Tradegate kaum bewegt mit knapp 0,3 Prozent.

Im MDax präsentierten sich die Papiere von Evonik mit plus 2,06 Prozent sehr fest. Analyst David Vos von der Bank Barclays nannte den Auftragseingang des Windkraftanlagenherstellers eine schwere Enttäuschung. Für die Papiere des Konsumgüterherstellers Henkel, die sich längst in Rekordhöhen bewegen, ging es nach einem als solide eingeschätzten Geschäftsbericht um 1,11 Prozent nach unten.

Die Titel der Post rutschten vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um gut 3 Prozent ab.

Der Energiekonzern Eon verdiente hingegen im ersten Quartal deutlich weniger als im Vorjahr, bekräftigte aber die Jahresziele, was den Aktien Auftrieb gab. Im Dax war dies der Fall bei den Papieren von Linde, Eon, SAP, HeidelbergCement und Volkswagen. Der Bund Future sank um 0,05 Prozent auf 160,39 Punkte.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,21 Prozent am Vortag auf 0,23 Prozent. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0860 (Mittwoch: 1,0882) US-Dollar fest. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0852 US-Dollar gehandelt.

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